Neunhundert und fünfzehnte Nacht.
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„Wir brachten mm den Abend bei Wein, Gesang und Tanz zu, und am folgendenMorgen sagte Misram: ,Nun haben wir nichts mehr in diesem Schlosse zu thun; auchist es nicht rathsam, an einem Orte zu bleiben, der zu jeder Zeit von bösen Geisternund Zauberern besucht wird; darum lasset uns jetzt nach Egypten aufbrechen. Ich werdeacht Geister für die acht Mädchen kommen lassen; ich trage Heisa und Sakirsad,und Schilschanum nimmt Djaudar auf die Schulternd Ich freute mich, bald inmeine Hcimath zuriickzukommen, um so mehr, da ich Mahmud geschworen hatte, micherst dort mit Heisa zu vermählen; jedoch bat ich Misram, mir vorher zu erlauben,die Terrasse des Schlosses zu besteigen, um einen Ueberblick über diese wunderbareGegend zu gewinnen. Misram begleitete mich selbst eine marmorne Treppe hinauf,welche zweihundert und achtzig Stufen zählte. Als ich oben war, kam mir das Schloßwie der Berg Kaf vor, und die Erde unter mir schien mir so fern, wie der Himmel.Als ich mich eine Weile »ach allen Seiten umsah, erblickte ich in der Ferne etwas, daswie die Sonne strahlte und mich ganz verblendete. Ich fragte Misram, was dasbedeute. ,Es ist ein goldncs Schloß/ antwortete Misram, ,mit den kostbarstenDiamanten verziert; die Fenster sind vom feinsten Krystall, die Thore von Sandelholz;es ist das größte und schönste Schloß auf Erden, das Schadad, der Sohn Ads, derGründer des säulenreichen Jrem, erbauen ließ. Schadad war nämlich Herr der ganzen