Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
663
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Neunhundert und dreizehnte Nacht. tzßI

wärest du jetzt nicht mehr; du ließest dich von meinem Vater erweichen und wolltest denSpatzen wieder befreien, hättest du dies aber gethan, so wäre für dich, für mich unddie Mädchen, welche in Hindmars Schloß schmachten, keine Rettung mehr möglich;mein Vater hätte dann die ausgedehnteste Gewalt über uns, und du dürftest nie mehrdaran denken, deine Heimath wiederznsehen. Gehe nun als ein Mann zu meinem Vaterzurück und kehre dich nicht an seine Klagen und Versprechungen, bis du zuerst dieBefreiung der Mädchen von ihm erlangt hast/ Ich ging wieder zu Djaldjamuk undfand ihn in den letzten Zügen auf die Erde gestreckt. Als er mich erblickte, sagte er:,Du hast mir doch versprochen, meinen Zustand zu erleichtern, und nun geht es mirnoch schlimmer als vorher/ ^Jch durchschaue deine Treulosigkeit/ antwortete ich ihm,,zuerst befreie die Mädchen, dann soll auch dir Erleichterung werden/ Als er dieshörte, sagte er vor Zorn lachend: ,Nun, mein Sohn, du bist unschuldig, ein Andererhat mich verrathen, so höre mich denn an: Nimm den Siegelring, den ich an meinemFinger trage, und geh damit zu meinem Sohne Schilschanum, er wird dich zuSchamhurisch führen, welcher die heiligen Namen aufbewahrt, vermöge derer dieMädchen in Stein verwandelt wurden. Gib ihm den Ring als Zeichen, daß du vonmir gesandt bist; er wird dir eine kleine mit vielen Talismanen beschriebene smaragdneTafel verschaffen, mit dieser gehst du zu den Mädchen. Dort nimmst du weißen Sandaus einer Büchse, welche zu ihrer Rechten steht, streust ein wenig davon in eine goldneTasse mit Wasser gefüllt. Mein Sohn Schilschanum lese dann siebenmal, was aufder Tafel geschrieben ist, dann bespritze er die Mädchen mit dem Wasser aus der Tasseund sage: Bei diesen heiligen Namen und dem Schöpfer des Himmels und der Erde,nehmet eure frühere Gestalt wieder an! so wird der Zauber sich lösen und die Mädchenkönne» frei mit menschlichen Füßen umherlaufen wie zuvor, ja sie werden noch schöner undwohlgestalteter seyn, als je. Ist dies geschehen, dann verfahre mit mir, wie ich esverdiene/ Ich nahm den Ring von seinem Finger und ging damit zu Schilschanum;als dieser ihn sah, sagte er: ,Jetzt sind wir unserm Ziele nahe, folge mir nur/ Ichging mit ihm bis in die Nähe eines schönen Gartens, in welchem die herrlichsten Früchteprangten. ,Jn diesem Garten/ sagte Schilschanum, ,sitzt der Geist Schamhurischmit einer Schlange in der Hand, deren Gift den härtesten Felsen zermalmen könnte, erhat diese Schlange nur um deinetwillen in der Hand, damit, wenn du dich ihm näherst,du von ihr getödtet werdest. Du mußt daher auf den Geist von hinten her zugehen undihm, ehe er dich bemerkt, den Ring meines Vaters zeigen, dann wird er nicht zugeben, daß dieSchlange dich beschädige/ Ich ging nun in de» Garten, der mit den schönsten Bäche»,