Neunhundert
und
s n n ft e Nach t.
„Tchah Bair sprach weiter zu mir; ,Fünf Monate bringe ich nun schon indieser Flasche zu, verzweifelte aber nicht, weil ich wohl wußte, daß du einst mit demZauberschwerte Hindmar tödten und mich befreien würdest. Nun weißt du Alles, meinHerr Djaudar; jetzt bitte ich dich, mich zu entlassen, daß ich zu den Meinigen zurück-kehre und ihnen von dem Gelingen deines Unternehmens Nachricht bringe/ — ,Reisemit Gottes Segen ss rief ich ihm zu, und er breitete seine Flügel aus und flog davon.
„Als Schah Bair fort war, verließ ich dieses leere Zimmer und kam durch einenlangen Gang in eine Küche, da standen vier Kessel über dem Feuer; in dem einenwaren Granatäpfelbeeren, welche im Fette schwammen, im andern Pilaw, im drittenKulkas und im vierten Fleisch. Da ich sehr hungrig war, langte ich mit einem goldnenLöffel, der neben jedem Kessel lag, nach dem Fleische; aber, siehe da! es kam eineMenschenhand heraus. Ich warf sie mit Abscheu wieder in den Kessel und dankte Gott,daß ich auch von den übrigen Speisen nichts gegessen, welche wahrscheinlich mitMenschenfett geschmälzt waren. Von der Küche aus kam ich wieder in einen Gangund hörte, wie Jemand in einem Zimmer zu meiner Rechten rief: ,O mein Gott, welcheschwere Versuchung! allein in einem fremden Lande auf eine so schauerliche Weise zusterben/ Ich rief mach der Richtung, wo die Stimme herkam: ,Wer bist du, der du soklagst, und wie kann ich zu dir gelangen,Tritt nur auf den goldnen Skorpion/