Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
608
Einzelbild herunterladen
 

ß08 Achthundert und sechsundneunzigste Macht.

oder ich räche ihn? Die Sklaven drehten sich nach mir um, und als sie mich sahen,sagten sie lachend: Mer bist du?^ und hoben ihren Strick gegen mich auf, aber ich kamihnen mit meinem Schwerte zuvor, und kaum hatte ich sie mit demselben berührt, als

MWWVS

-S ^

.....W> ! >1

MM

>

.M

^ U .

ihre Köpfe vom Rumpfe flogen. Ich entfesselte dann Hatem, der vor Freude undErstaunen ganz außer sich war, und reichte ihm einige Speisen. Als er wieder gestärktwar, fragte ich ihn, wie so er hierher gekommen? Meine Geschichte ist wunderbar/antwortete er mir; ,wenn man sie mit einer Nadel in die Tiefe des Auges schriebe, sokönnte sie Jedem zur Warnung dienen. Wisse nämlich, in Baser, meiner Heimathsstadi,regiert seit einem Jahre ein junger König, man nennt ihn den Perser Kink, der dasausschweifendste Leben auf der ganzen Welt führt. Die Weinkrüge weichen nicht vonseinem Tische, und weiß er ein schönes Mädchen oder sogar eine schöne Frau in derStadt, so muß er sie haben, oder er läßt alle ihre Verwandten hängen. Die meistenLeute, welche schöne Töchter oder Frauen haben, verbergen sie daher, damit er nichtsvon ihnen höre. Da aber der König viele Spione unterhält, welche unter allerleiVorwand in'ö Innere der Häuser dringen und auskundschaflen, wo junge Frauen oderMädchen sich aufhalten, so ist auch dieses Mittel nicht immer sicher. Eines Nachts, als