602 Achthundert »nd jüiifundueunzigste dlucht.
zum ersten Male wieder ausreitel, wird auf Befehl ihres Vaters ein öffentliches Festgefeiert. — Als ich dies börtc, beschloß ich, Dalaß nicht zu verlassen, bevor ich die schönePrinzessin geselle». Es dauerte nicht lange, da kam der König Schamknr mit seinerTochter geritten, von vielen Offizieren begleitet, mit Musikern und Fackelträger» vorihnen her. Ich mischte mich unter das Gefolge, um die Prinzessin länger und näher zusehen, und fand sie in der Thal so vollkommen schön, daß ich cö gar nicht versuchenmag, sic zu schildern; das ist das Schönste, was ich im Lande der Menschen gesellen.Als mein Vater, welcher ohnedies Menschentöchter mehr liebte, als weibliche Djinn, denweisen Kandari» so sprechen hörte, sagte er: Ich werde in der Gestalt eines menschlichenKönigs nach Dalaß reisen und bei dem König Schamkur um seine Tochter werben;gibt er mir sie freiwillig, so soll es ihm gut gehen;, verweigert er mir sie aber, so nehmeich sie mit Gewalt. Er rief dann sogleich eine Abtheilung Djinn herbei und sägteibncn: Kommt morgen früh in Menschengestalt auf leichten Nennern in einem reichenKriegcranfznge hierher. Am folgenden Tage erschienen sie, wie ihnen mein Vater bcsoblenhatte, zwanzigtausend an der Zahl; mein Vater selbst bestieg dann ein Pferd, dasetwas größer war, als das seiner Truppen, und leichter als ein Nabe flog, und ritt anihrer Spitze, in Begleitung Kandarins, nach Dalaß. Der König Schamkur crschracksehr, als er auf einmal eine so zahlreiche Armee vor den Thoren der Stadt sah, undsandte seinen Vizicr zu meinem Vater, um ihn zu fragen, in welcher Absicht er gekommen.Mein Vater bat den Vizicr, seinem Herrn zu sage», der König Kaschuch sep gekommen,um bei ihm um die Hand seiner Tochter anzuhaltcn; gewähre er sie ihm, so werde erihm Freund sepn und so viel Morgengabc versprechen, als von ihm gefordert wird.Als der Vizicr dem König Schamkur diese Antwort brachte, ging dieser zu seinerTochter und fragte sie, ob sie den mächtigen König Kaschuch hcirathen wolle. Er sollauf die Rennbahn kommen, antwortete die Prinzessin, da kann ich ihn vom Schlosseaus sehen; gefällt er mir dann, so hcirathe ich ihn, wo nicht, so lasse ich mich liebervon ihm in Stücke Hanen, als daß ich seine Gattin werde. Der König Schamknrritt selbst zu meinem Vater und brachte ihm die Antwort seiner Tochter. Mein Vaternahm ihre Bedingungen an, und begab sich am folgenden Morgen an der Spitze seinerDjinn in menschlicher Kriegcrgcstalt auf die Ncnnbahn und zeigte sich als einen sogewandten Ritter, daß die Prinzessin bald ihrem Vater erklärte, sie wolle gerne seineGattin werden. Schamkur ließ sogleich meinen Vater rufen und sagte ihm: Nimmmeine Tochter zur Gattin, denn du hast ihr Herz gewonnen. Er ließ dann alsbald ander Ausstattung seiner Tochter arbeiten, und als sie vollendet war, reiste mein Vater