Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
547
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Achthundert und achtzigste Nacht. 547

Ihn Tallinns, wie eine Frau über ihren langen Wiltwenstand weinte und Gott umdie baldige Rückkehr ihres Gatten oder um die sichere Kunde von seinem Tode anflehte.Der Chalif, von ihrer Klage gerührt, machte ein Zeichen an ihre Thüre und ließ sieam folgenden Tage zu sich rufen.Was ist aus deinem Gatten geworden?" fragtesie Omar.Fürst der Gläubigen, ich weiß es nicht!" antwortete die Frau;es sindjetzt sieben Jahre, daß er plötzlich aus seinem Hause verschwand, und seither habeich nichts mehr von ihm gehört."Möchtest du dich wieder verheirathen?" fragte

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der Chalif. Da die Frau schwieg, deutete Omar ihr Schweigen als eine bejahendeAntwort und sagte zu einem seiner Näthe:Gefährte des Propheten! willst du dieseFrau mit einer Mitgift aus dem öffentlichen Schatze heirathen?"Ja!" antwortetedieser; worauf Omar sogleich den Ehekontrakt schreiben ließ, und der junge Mannführte des Abends Jbn Tamims Gattin in ihr Haus. Als sie aber in den Hofkam, sah sie einen ganz haarigen Mann da liegen; sie lief erschrocken zu ihrem neuenGatten und sagte ihm:Es liegt ein Teufel in unserm Hofe!" Aber Jbn Ta in imfolgte ihr in's Zimmer und sagte:Ich bin dein Gatte; kennst du mich denn nichtmehr?" Bei diesen Worten vermehrte sich noch der Schrecken der Frau.Du lügst,"rief sie,hier ist mein Gatte!" auf den jungen Mann hindeutend, der vor ihr saß.Beruhige dich, Theure," sagte dieser,wir wollen zusammen den Koran rccitiren, undhat sich wirklich ein Teufel bei uns eingcschlichen, so muß er durch die Kraft des