Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
525
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Achthundert und vicrundstebcnzigste Nacht. 525

zusciiiimenbliidc»; darum können auch seit jener Zeit diese beiden Vögel nur mit geschlossenenFüßen biipfen, statt wie die übrigen Vögel mit einem Fuße nach dem andern vorwärtszu schreiten. Aber alle Vögel, von welchen S alom o nachher Federn forderte, behaupteten,! ohne Federn nicht leben zu können. Endlich redete er den Adler an.Und du," sagte^ er ihm,wirst auch du mir dein Gefieder versagen?"Mein Herr," antworteteder Adler,Gott hat mich zum edelsten aller Vögel geschaffen, wenn ich mein Gefieder! vergebe, so bin ich das allerelendeste Geschöpf auf Erden."Du magst recht haben,"sagte der König,aber ich muß einmal ein Federbett haben."Und für wen?"

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Für meine Braut Balkis."Wie, mein Herr, eines Weibes willen soll ich meineFedern verlieren? des treulosesten, unbeständigsten, falschesten Geschöpfes willen?"«Warum hast du denn eine .so schlimme Meinung von den Frauen?"Mein Herr,wenn Ihr mich anhören wollt, so wird Euch meine Erzählung einen wahren Begriff vomweiblichen Geschlrchte geben."So laß hören," riefSalomo,und du, Wiedehopf,gebiete Schweigen; der erste Vogel, von dem ein Zwitschern laut wird, dem sollen ohneMitleid die Federn ausgcrisscn werden."

l Der Adler begann dann folgenderwcise:Du weißt, mein Herr, daß die Vögelweder Speicher, noch Fruchtmagazine haben, sie säen und ernten nicht, sondern fliege»