Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
468
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^08 Achthundert und »e»li»»dsüilf;igste Nullit.

des Zweihöniigen »nd der Quelle des ewigen Lebens; ich rathe dir, hier bei mir zubleiben, ich nehme dich an Kindesstelle an und stelle dich dem König als meinen Neffenvor: nach meinem Tode erbst du alle meine Schätze und ziehst damit bin, wo es dir ambesten gefällt." Ich batte schon Erfahrung genug, um zu wissen, wie gefährlich es ist,einer Zauberin etwas abzuschlagen; so gerne ich also, auch trotz aller Entfernung undGefahr, sogleich in das Land meiner Geliebten zurückgckehrt wäre, so dankte ich doch fürihr Anerbieten und willigte ein, bei ihr zu bleiben, dachte aber bei mir selbst: Gott wirdmir schon eine günstige Gelegenheit zum Entkommen verschaffen und mich wieder mitmeiner Geliebten vereinigen. Ich batte mich nicht geirrt, denn auf meine Einwilligung,bei ibr zu bleiben, sagte sie:Gelobt sey Gott, der deine Zunge nach seinem Willen

geleitet: denn hättest du mein Anerbieten nicht angenommen, so wärest du in diesemAugenblicke schon wieder, was du warst." Sie führte mich dann in ihr Zimmer, das einefreundliche Aussicht auf den Hafen und das Meer gewährte, ließ mir von ihrenDienerinnen die köstlichsten Speisen reichen, dann brachte sie mir selbst einen Kelch vollWein, der mir meine frühere Kraft und Jugendfrische wieder gab. Als ich gegessenund getrunken hatte, schickte sie mich in ihr Bad, wo schon die schönsten Kleider für michbereit lagen, und als ich wieder zu ihr kam, sah ich so verjüngt und verschönert aus,daß sie mich kaum wieder erkannte. Auch die Prinzessinnen, welche des Abends die Altebesuchten, um zu sehen, was aus mir geworden, erkannten mich in meinem wiedergewonnenen guten Aussehen und veränderten Aufzuge nicht wieder. Es sagte Einezur Ander», als sie mich neben der Alten sahen:Sitzt hier ein Genienkönig oder einEngel vom Himmel? Gepriesen sey der Herr, der ihn so geschaffen; wie schönist sein Wuchs, wie angenehm seine Gesichtsbildung, Joseph dürfte noch sein Dienerseyn." Sie waren so bezaubert von meiner Schönheit, daß sie sich ganz vergaßen undstets von Neuem in Ausrufungen der Bewunderung ausbrachen. Ich wollte gleichbei ihrem Hcreintreten aufstehen und ihnen entgegen gehen, aber die Alte erlaubtees mir nicht, indem sie sagte:Ein Prinz Deinesgleichen darf vor Niemanden

ansstehen, und käme der König selbst hierher." Sie bcwillkommte dann die Prinzessinnenund sagte ihnen:Euer Besuch ist mir sehr angenehm, denn ihr werdet euch gewißmit Ali, dem Sohne meiner Freundin Farha, Tochter des Königs Mutaa, gutunterhalten." Die Prinzessinnen dankten ihr, küßten ihr die Hand und blieben denganzen Abend bei uns, bis endlich die Alte ihnen sagte:Wenn der König, euer Vater,hört, daß ihr den ganzen Abend in Gesellschaft eines fremden jungen ManneS zugcbracht,so wird er euch und mir zürnen, darum rathe ich euch, uns jetzt zu verlassen." Als