Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
460
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Achthundert und sttbenulidsiiiiszigste Illacht.

Kraft, noch meiner Schwäche; indessen, Gott hatte es so über mich bestimmt und Niemandkann seinen Verhängnissen ausweichen. Bedenke aber, daß, sobald mein Vater erfahrenwird, daß ich hier gefangen bin, er mit einer Armee hcranziehen wird, der du nicht zuwiderstehen vermagst. Uebrigens, wären nur meine Hände und Füße von ihren Kettenbefreit, so würde ich allein es mit dir aufnchmen." Als die blaue Königin dies hörte,sagte sie zu ihren Töchtern:Ich glaube, Turaja hat den Verstand verloren, sonstwürde sie in diesem Zustand es nicht wagen, so mit mir zu reden; aber nehmet ihreinmal ihre Fesseln ab, ich will doch sehen, was diese Verrückte im Sinne hat, und ihrzeigen, daß ich sie auch ungebunden nicht fürchte." Djauhara hatte ihr kaum dieKetten abgenommen, als sie mit dem Fuße stampfte; sogleich bekam sie Flügel und flogzu einem ober» Fenster hinaus ihrer Heimath zu. Aber auch die blaue Königin nahmdie Gestalt eines ungeheuren Vogels an und verfolgte sie, bis sie ihr nahe war, dannpackte sie sie an dem Fuß und sagte ihr:Webe dir, du Dirne, glaubst du, es wäre soleicht, mir zu entkommen? Warte nur, ich will dich Mt in einen Käsig sperren, aus demzu entfliehen dir alle Lust vergehen soll." Aber noch che die blaue Königin ausgeredelhalte, verwandelte sich Turaja in eine Ameise, ließ sich auf den Boden herunter undkroch in die Erde hinein." Die blaue Königin nahm darauf die Gestalt eines Hahnesmit einem großen Schnabel an und pickte die Erde auf, bis sie zur Ameise gelangte.Aber im Augenblicke, wo sie die Ameise mit ihrem Schnabel fassen wollte, verwandeltesie sich in ein Feuer, das wie der Blitz in sie hineinfuhr und ihre Flügel verbrannte,darauf stieg das Feuer in die Höhe und entfernte sich. Die blaue Königin sah sich dannnach ihren Töchtern und Freunde» um, sammelte ihre Truppen abermals und verfolgteTuraja, bis sie sie wieder einholte. Turaja war eben im Kampfe gegen Feirusadjund Djauhara, als sie sich Plötzlich wieder von Feinden umgeben sah, an deren Spitzedie blaue Königin mit rvthen vor Freude strahlenden Wangen stand und ihr zurief:Wehe dir, Dirne, jetzt ist deine Todesstunde gekommen." Turaja rief mit kräftigerStimme:Es gibt keinen Schutz und keine Macht, außer bei Gott dem Erhabenen!"und siehe da, ihr Vater Farkad kam mit einer zahlreichen Armee herangezoge», um sieaus der Hand ihrer Feindin zu befreien. Sobald er nämlich einige Tage vergebensdie Ankunft der Gefangenen mit der Abtheilung Truppen, die er bei ihnen zurückgelassen,erwartet hatte, machte er sich auf, um ihnen entgegenzuziehen; da fand er die Seinigenerschlagen, von den Gefangenen aber war keine Spur zu sehen, jetzt fing er auch anfür seine Tochter zu zittern, und zog daher wieder nach dem rauchenden Berge hin, umsie zu beschützen. Sobald Turaja ihren Vater sah, fiel sie ihm um den Hals und