Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
446
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Achthundert und dreiinidfinttzigste Nacht.

wo ich wieder neben der Königin Platz nehmen mußte. Aber nach Tisch, als sie vomWein erhitzt war nnd die übrigen Gäste sich entfernt hatten, sah ich ein, daß ich meinegute Aufnahme nicht der Gastfreundschaft der Königin, sondern ihrer leidenschaftlichenLiebe zu mir verdankte: denn kaum waren wir allein, da fiel sie mir wie ein schamlosesWeib um den Hals. Mir schwebte aber Turaja's Bild vor Augen, ich dachte anden Eid der Treue, den ich ihr geschworen, und wand mich aus ihren Armen los. Dasagte sie voller Wuth:Wie? eine Königin, wie ich, läßt sich zu dir herab und duverschmähst sie?" Sie murmelte dann einige mir unverständliche Worte, stieß mich ausdem Zimmer und sagte:Verlasse deine menschliche Gestalt und werde ein zahnloserHund von ekelhaftem Äussehen." Bei diesen Worten, die ich noch als Mensch vernahm,fing ich an zu zittern und zu beben, und in einem Augenblicke war ich ein häßlicherHund ohne Zähne nnd sonnte kein Wort mehr sprechen. Ich lief nun, wie andereHunde, in den Straßen umher; aber die Hunde spürten doch etwas Fremdartiges anmir, und verfolgten mich bellend und beißend von einer Straße zur andern, bis ichzuletzt in eine kleine Sackgasse kam, wo ich keinen Ausweg mebr fand. Da versammelte»sich mehr als hundert Hunde um mich, und zerbisse» mich von Kopf bis zu Fuß. Ichbellte so jämmerlich, daß eine Frau, welche in dieser Gasse wohnte, mich bemitleideteund, mit einem Stock in dn Hand, verauskam und die Hunde von mir vertrieb.Dann faßte sie mich in's Ang' und sagte zu sich selbst:Dies ist kein Hund, sonder»ei» verzauberter Mensch;" sie »ahm mich daher am Ohr und führte mich in ihr Haus.

Schehersad erzählte in der folgenden Nacht mit Ali's Worten weiter: