Achthundert und fünfzigste Nacht.
Mitleid weinten. Abu Tawaif redete mich dann folgendcrweise an: „Weißt du nicht,verwegener Jüngling, daß Gutes mit Gutem vergolten wird, daß aber der Bessere denAnfang macht? daß Böses mit Bösem bestraft wird, der Schlimmere aber es zuerstübt? Hattest du eine so geringe Meinung von der allenthalben verehrten und gefürchtetenKönigin Turasa, daß du glaubtest, sic ungestraft beleidigen zu können? Doch dubist ein unüberlegter Jüngling, darum will sie dich auch begnadigen, schwöre aber inunserm Beisepn, daß du sie fernerhin nie mehr beunrubigcn, daß du nie mehr ihrLand betreten, noch ihre» Namen auösprechcn willst, schwöre dies, dann bürgen wirfür dich; bedenke aber, daß der unsichtbare Gott deinen Eid hört und daß du in diesemund jenem Leben verloren bist, wenn du ihn brichst.^ Ich schwur bei dem, der dieHimmel wie ein Zelt ausgedehnt und die Erde wie eine Wiege geschaffen, der denMorgen in ein weißes und die Nacht in ein schwarzes Gewand hüllt, daß ich michihr nie mehr nähern, noch ihren Namen aussprechc» wollte. Kaum hatte ich diese»furchtbaren Eid geschworen, als ich in Ohnmacht fiel; ich brachte die ganze Nacht halbbewußtlos zu, und am folgenden Morgen, als ich wieder zu mir kam, erschien mein
Vater und forderte mich auf, ihm zu folgen. Ich mußte mit ihm hierher zurückkebren,-ohne zuvor meine Geliebte wicdergesehen zu haben, und auf der ganzen Reise machie
Tausend und eine Nachr. IV.
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