Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
430
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Achthundert und »eunundvierziHe lllacht.

einige andere Genienkönige sind mit einer großen Anzahl Truppen im Anzug, um denKönig Tarad zu befreien; vor dem Schlosse steht ihr Abgesandter, der vorgelassenzu werden wünscht/ ,Führe ihn herein/ sagte Farkad einem seiner Adjutanten.Da erschien ein alter Mann, der so ehrwürdig aussah, daß Farkad ihn freundlichaufnahm, neben sich sitzen, ließ und ihn in einem sanften Tone fragte, woher er komme,wer er sey und welche Botschaft er bringe? ,Jch bin/ antwortete der Alte, ,einGesandter des Königs Anan, der mit Abu Tawaif mir bald hierher folgen wird,um dich um Gnade für seinen leichtsinnigen tollkühnen Sohn zu bitten, den er trotz

aller seiner Fehler doch zärtlich liebt/ Farkad befahl einem seiner Diener, mich

einstweilen in ein Gemach des Schlosses zu bringen, und auch den Gesandten meinesVaters ließ er in eines der schönsten Zimmer des Schlosses führen und ihm zweiGenien zur Bedienung geben. Als er dann allein mit Turaja war, sagte er ihr:,Theure Tochter, so sehr auch Tarad den Tod verdient, müssen wir doch bedenke»,daß er ein König und Sohn eines mächtigen Königs ist, auch »ns wird die Großmuthnur noch mehr vor den Augen aller Könige erheben; übrigens wäre es auch unklugvon uns, wenn wir, um an einem verwegenen Jüngling Rache zu nehmen, uns ineinen Krieg mit An an und Abu Tawaif einlassen wollten; was sagst du dazu?^,Jch habe keinen andern Willen als den deinigen/ erwiderte Turaja; ,ich denke,wir warten einmal die Ankunft Anans ab und sehen, wie er sich gegen uns benimmt;

sieht er das Unrecht seines Sohnes ein und bittet uns um Gnade für ihn, so werde

.sie ihm gewährt, droht er uns aber mit Gewalt, so üben wir Gerechtigkeit aus und!lassen uns nicht von ihm einschüchtern/ Einige Tage nach diesem Vorfälle trat einAdjutant vor den König Farkad und meldete ihm die Ankunft des Königs An anmit Abu Tawaif und einigen andern Genienhäuptern. Farkad und Turajabestiegen ihre Pferde und ritten ihm, in Begleitung einiger fliegenden Genien, derenFlügel so bunt wie Pfauenfedern aussahen, entgegen. Als sie ihm vor dem Thorebegegneten, stieg Anan vom Pferd und verbeugte sich vor Farkad; dieser wollteebenfalls absteigen, aber An a n schwur, er gebe dies nicht zu. Da schwur Turaja,auch er dürfe nicht zu Fuße gehen, und redete ihm so lange zu, bis er wieder aufstieg ^und zwischen Farkad und Turaja in die Stadt ritt. Schon waren auf dem Schloß,alle Vorkehrungen zum Empfang Anans und Abu Tawaifs getroffen, und es!harrte ihrer ein Mittagsmahl, wie man es nur bei so Mächtigen Genienkönigen findet,die sich das Beste, was da kriecht und lauft und schwimmt und fliegt, zu verschaffe»wissen. Während der Mahlzeit wurde wenig und nur von unbedeutenden Dingen