Achthundert
«.R
-W/M
und
sechsun - vierzigste Nacht.
Nli fuhr fort: Ich fiel in Ohnmacht, als der Genius mich aus dem Wasserhob, und kam erst am folgenden Morgen wieder zum Bewußtseyn. Da befand ich michauf einem Bette von rothem Atlas überzogen, vor mir lag ein grünes golddurchwirktesseidenes Kleid, und auf dem Marmorboden stand eine Kohlenpfanne, auf der Aloeholzbrannte, daneben ein Tisch mit den ausgesuchtesten Speisen der Luft, des Wassers undder Erde gefüllt. Sobald ich mich aus dem Bett erhob, kamen zwei Diener, welchean der Thüre standen, auf mich zu, wuschen mich mit Nosenwasser und zogen mich an.Ich setzte mich bann ganz ausgehungert an den Tisch, bis ich satt war. Dann brachten dieDiener allerlei Früchte und Süßigkeiten und zuletzt wieder Wasser mit wohlriechender Seife.
Hierauf verschwanden sie und es traten vier Mädchen wie der Mond zu mir hereinund fragten mich, wer ich sey und wie ich auf dieses Meer gekommen? Als ich ihnenmeine ganze Geschichte erzählt hatte, sagten sie: „Danke dem Schöpfer, daß dich dieWellen zu uns her getrieben, denn hier harret deiner nur Glück und Freude." Ich batste dann, mir zu sagen, wo ich mich eigentlich befinde? was dieses Schloß mitten auf demMeere bedeute, wer es gebaut und bewohne? Da sagte Eine von ihnen: „Wisse, meinFreund, du befindest dich hier auf dem großen Ocean, der die ganze Welt umfaßt, und
Tausend und eine Nacht. IV.
53