Achthundert und dreiundvierzigste Nacht.
Nachdem sich aber die erste Wuth der Könige gelegt hatte, sagte ihnen Abu Tawaif:„Wisset, meine Kinder, der König Amrad ist nicht so leicht zu überwinden, wie ihrwohl glaubet: er ist selbst ein Held, und seine Armee gleicht einem tobenden Meere. DasBeste ist: wir ziehen von hier ab und sagen dem Könige, wir seyen nur auf dasdringende Verlangen der Königin Farha gekommen, weil sie glaubte, ihr Gatte wäreneuen Mißhandlungen ausgesetzt; da wir aber sehen, daß ihn der König so sehr liebt,daß er seinetwillen uns den Krieg erklärt, so können wir ihn ohne Sorge hier lassen.Wir lassen aber," fuhr Abu Tawaif fort, „einige unsichtbare Genien hier undbeauftragen sie, Zäher zu rauben, sobald sie ihn einen Augenblick allein finden. Soerreichen wir unfern Zweck, ohne unsere Truppen einem zweifelhaften Kampfe auszusetzen."Dieser Vorschlag ward mit jubelndem Beifall angenommen, und es ward sogleich einBote an den König Amrad gesandt, der ihm den Abzug der Genien aus denangeführten Gründen mittheilen sollte. Aber der König Amrad, den ein Engel vonden treulosen Anschlägen Abu Tawaifs in Kenntniß gesetzt hatte, ließ sogleich meinenVater rufen und sagte ihm: „Dein Leben ist hier in Gefahr; du bist von unsichtbarenGenien umgeben, die nur einen günstigen Augenblick abwarten, um dich zu entführen.