Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
399
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Achthundert und einundvierzigste Nacht. Zgg

ihm:Der König wünscht zu wissen, wie so du hierher gekommen, da doch vor dirkein Mensch noch dieses Land je betrat."

Er erzählte dem König seine ganze Geschichte von seinem ersten Traume vonFarha an bis zu seiner Flucht mit Mifradj, den er ohne seinen Willen verbrannte.Er hatte aber seine Erzählung noch nicht ganz vollendet, als man einen furchtbarenLärmen vernahm und eine unzählbare Menge Lichtchen und Flämmchen in der Lufterblickte. Auch trat ein Adjutant des Königs in den Diva» und sagte:ErhabenerHerrscher, vor unserer Stadt liegt eine Armee, deren Stärke nur Gott kennt; ich habenatürlich sogleich deine Truppen rings um die Stadt aufgestellt; doch wollte ich nichtsWeiteres unternehmen, ohne zuvor deine Befehle darüber einzuholen."Da wir nochnicht wissen," sagte der König Amrad zu seinen Näthen,ob sie in feindseliger AbsichtHierher kommen, so ist das Beste, wir schicken ihnen einen Gesandten und lassen siefragen, was sie hierher geführt." Er begab sich dann auf die Terrasse des Schlosses,und als er fand, daß sein Adjutant in seinem Berichte von der Unzahl der angcrücktenHeere nichts übertriebe» hatte, rief er seinen Großvizicr Dilhat zu sich und sagte ihm:Gehe zur Stadt hinaus zu den Häuptern der fremden Truppen, frage sie, wer sie sind,welchen Glauben sie haben und in welcher Absicht sie gekommen." Dilhat bestieg seinPferd und ritt von einigen Dienern begleitet zur Stadt hinaus und bat einen fremdenSoldaten, ihn zu den Häuptern der Armee zu geleiten und ihm zu sagen, wer sieeigentlich sind.Die Armee, die du hier vor dir siehst," sagte der Soldat,gehorchtvier Königen, die selbst hier an ihrer Spitze stehen. Der Eine heißt Schul ahek, derAndere Tud, der Dritte Seisam und der Vierte Dalhudsch; auch Abu Tawaif,der schlaueste aller Geuienhäupter, ist bei ihnen. Wenn du zu den Königen willst, sogehe nur in Abu Tawaifs Zelt, dort unten auf der grünen Wiese, da findest du sieAlle beisammen." Dilhat ging nach dem ihm bezeichnten Orte, wo ein äußerstgeschmackvolles und reich verziertes Zelt ausgeschlagen war, in das er als Abgesandterdes Königs Amrad zugelassen ward.

Folgendes ist die Ursache, warum diese vier Könige nach der Diamanteninscl zumKönig Amrad zogen. Als Dalhudsch an dem Tage nach meines Vaters Flucht indessen Gefängniß kam, in der Absicht, ihn dem Gott der Finsterniß zu opfern, undweder ihn, noch seinen Wächter Mifradj fand, dachte er gleich, baß dieser, wegenseiner harten Strafe erbittert, es versucht haben werde, mit Zäher zu entkommen. Ermachte sich daher gleich auf und flog nach allen Meeren und Inseln, um sie aufzusuchcn,bis er auch auf die Diamanteninscl kam. Dort hörte er, wie ein Genius zum andern