s e ch s u n - r> r e i ß i g st e A a ch t.
Achthun-ert
„Äls wir gegessen batten, w»rdrn silberne und goldene Kannen und Waschbeckenderumgercicht. Endlich sagte mir der König: ,Weißt du wohl, Zäher, warum ich dichhierher gebracht und dich mit so vieler Liebe aufnehme? Ich habe eine Tochter, dieSonne ist noch bis heute über keine Schönere und Liebenswürdigere aufgcgangen; auchhat sie es durch den Unterricht, den ihr eine alte Amme ertheilt, in der Zauberkunstso weit gebracht, daß, wenn sie es wollte, sie in einer Nacht die ganze Welt vonOsten bis Westen durchfliegen könnte. Sehr oft kamen Gesandte aus fernen Ländern,welche im Namen von Königen und Prinzen um sie warben; da sagte sie mir immer:Ich will zuerst mit eigenen Augen meinen zukünftigen Gatten sehen. Hierauf verließ siemich, kehrte am folgenden Morgen wieder und sagte: Der gefällt mir nicht; du kannstden Gesandten mit irgend einer Entschuldigung entlassen. Ich erwiderte ihr stets: Thue,was du willst, meine Tochter, ich werde dir keinen Zwang anthun und dich mit keinemManne verhcirathen, der dir nicht gefällt.
,Eines Tages, als sie auch in Damask war, um einen dortigen Prinzen zu sehen,der um sie werben ließ, und auch ihn nicht nach ihrem Geschmacke fand, erging sie sichauf den Bazaren und in den Straßen der Stadt, und da sie nirgends einen Mannfand, der ihr gefiel, schlich sie sich durch Zauberkünste mitten in der Nacht von Haus zuHaus, bis sie endlich zu dir kam; du allein hast ihr Herz besiegt und ihr so sehr gefallen,daß sie dich zu heirathen wünscht. Sie wußte auch bald die Stunde auözurechnen, inwelcher du hier anlangen würdest. Gelobt sey Gott, der dich wohl erhalten und zur
vorausgesagten Zeit hierher geführt!^ Ich erwiderte: ,O erhabener König, bin ich doch