Achtluindert »Ild scchsu»dzw,»lzi>Bc Aacht.
So sind eben die Frauen verschieden: die Eine buhlt noch beim lieben ihres Mannesmit einem fremden Jüngling, und die Andere weist nach dem Tod ibres Gatten nochdie Hand eines Königs zurück. Wer glaubt, alle Frauen sepen einander gleich, der istim Gehirn nicht recht gesund!
Das Mährcheii von Maruf.
In Kabira lebte einst ein Schubflicker, mit Namen Maruf, der eine sehr böse undschlechte Frau batte, die ibn auf alle mögliche Weise kränkte. Er lief; sich Alles gefalle»,
! um öffentliche Scene» zu vermeiden, ward aber auch immer ärmer, weil er, um Friedenzu haben, Alles, was er verdiente, für seine Frau ausgeben mußte. Eines Tages sagteihm Fatma, so hieß diese böse Frau: „Heute muß ich einen Honigkuchen von Bienenhonighaben." Er antwortete: „Gott gebe mir die Mittel dazu, so will ich dir ihn verschaffen;im Augenblicke besitze ich aber keinen Drachmen. Doch Gott wird helfen." — „Ich lassemich nicht aus solche Redensarten ein," erwiderte Fatma: „bringst du mir diesen Abendkeinen Honigkuchen, so erwartet dich eine bittere Nacht." — „Gott ist gnädig!" sagteMarnf tief seufzend; dann betete er das Morgengebet, ging in seine Boutique undflehte Gott um Arbeit an, daß er in den Stand gesetzt werde, seiner Frau einenHonigkuchen zu kaufen. Aber sein Gebet blieb unerhört; er saß bis Mittag in seinerBoutique, ohne daß ihm die geringste Arbeit gebracht wurde, so daß er nicht einmalBrod, viel weniger Kuchen kaufen konnte. Mit Thränen in den Augen schloß er seineBoutique und machte sich auf den Weg nach Hause. Da winkte ihm ein Kuchenbäcker,den sein betrübtes Aussehen rührte, und fragte ihn, was ihm zugestoßen sey. „Ich fürchtemich vor meiner Frau," antwortete Maruf: „denn ich soll ihr einen Honigkuchenbringen und habe nicht einmal Geld zu Brod." — „Beruhige dich," sagte der Kuchen-bäcker; „wie viel Pfund willst du?" — „Fünf Pfund," antwortete Maruf. „Schongut," sagte der Bäcker; „ich habe Butter und Honig, zwar nicht von Bienen, jedochvon Zuckerrohr, der noch besser als Bienenhonig ist: ich will dir einen Kuchen backen,der werth wäre, Königen vorgelegt zu werden, Willst du nicht auch etwas Brod undKäse? Nimm nur, was du bedarfst, ich borge dir einige Tage, bis Gott dir Hilst.Hier hast du auch noch etwas Geld, gehe dafür in's Bad und bringe dann einenvergnügten Abend bei deiner Frau zu."