Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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ED'

Achthundert

und

l e chsundzw anzig ste Nacht

Nach einiger Zeit sehnte sich Ab i d nach seiner Heimath, wo er noch sein Geschäft undviele Häuser und Güter zurückgelassen batte, und bat daher seinen Schwiegervater, ihmzu erlauben, auf einige Zeit nach Baßra zu reisen. Abd Arrahman sah mit Freude,daß Abid seine Heimath nicht vergessen hatte, und erbot sich sogar, ihm seine Tochterniitzugebcn.Wird aber," fragte Abid:deine Tochter gern ihre Heimath und ihreFamilie verlassen?"Bei uns," antwortete Abd Arrahman:haben die Frauenkeinen andern Willen, als den ibres Mannes; man weiß auch daher bei uns nichts vonEhescheidung, ja, es verbeiratbet sich sogar keine Frau zum zweiten Male, wenn ibrerster Gatte stirbt." Abid reiste also mit seiner Gattin nach Baßra, wo er, sobaldman nicht mehr zu befürchten batte, jeden Freitag cingesperrt zu werden, überall eine!freundliche Aufnahme fand; auch der König verzieh ihm seine Abreise ohne Urlaub,sobald er die Ursache derselben erfuhr. Nack fünf glücklichen Jahren starb Abid. Dawollte der König seine Wittwe heirathen. Sie weigerte sich aber, der Sitte ibres ^Landes gemäß, und bat den König um Erlaubniß, in ibrc Heimath zurückzukebren DerKönig ließ sie von seinem Vizier mit einem starken Geleite nach Egypten bringen, wo ^sie bei ihrem Vater als Wittwe ihr Leben beschloß.