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4 (1841)
Entstehung
Seite
297
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Achthundert und vierzehnte Nacht. Hgf

wenigstens in der Stadt spazieren gehen wolle; aber Abukir gab vor, er sey nochseekrank, und blieb wieder liegen, bis ibm Abusir den Tisch vorstellte.

So ließ sich Abukir achtzig Tage lang von dem Barbier bewirthen und dachtenicht daran, selbst etwas zu erwerben. Auch am einundachtzigsten Tag, als derBarbier krank ward, regte sich Abukir noch nicht, sondern ließ den Pförtner ihresHauses alle Arbeit verrichten; erst nach einigen Tagen, als die Krankheit des Barbiersimmer zunahm, gefiel es ihm nicht mehr auf seinem Teppich: er nahm daher, währendder Barbier bewußtlos da lag, das Geld aus seiner Tasche, ging damit auf de» Bazarund kaufte hübsche Kleider und wandelte wie ein vornehmer Herr gekleidet in derStadt umher.

Da fiel ihm sehr bald auf, daß alle Bewohner der Stadt entweder weiß oder blaugekleidet waren; er ging daher zu einem Färber, zog sein Taschentuch heraus und l^igreihm:Was kostet dieses Tuch zu färben?"Zwanzig Drachmen."Bei unsfärbt man ein solches Tuch für zwei Drachmen."So lasse es in deinem Landefärben; ich nehme nicht weniger als zwanzig Drachmen."Und wie willst du esfärben?"Welche Frage? Ein Färber färbt das Weiße blau!"Ich will esaber roth gefärbt haben."Das kann ich nicht."So färbe es grün."Dasbin ich auch nicht im Stande."Nun meinetwegen gelb."Ich kann nur blaufärben, und kein einziger der vierzig Färber, welche hier wohnen, ist geschickter alsich."So wisse denn, daß ich auch ein Färber bin, daß ich aber jedem Stoff allemöglichen Farben geben kann; wenn du willst, so arbeite ich bei dir und lehre dich alleFarben: du kannst dann alle übrigen Färbermeister zu Schanden machen."Es istuns verboten, einen Fremden aufzunehmen."Wenn ich mir aber selbst eine Färbereieinrichte?"Das wird dir auch nicht gestattet werden: es dürfen nur vierzig Färberhier wohnen, und wenn einer stirbt, so tritt immer ein Färbersohn an dessen Stelle."Abukir verließ diesen Färber, begab sich zu einem andern, und erhielt dieselbe Antwort;ebenso zu einem dritten und vierten: Niemand wollte ihn als Gesellen annehmen, nochwollte der Oberste der Färber ihm die Erlaubniß ertheilen, ein eigenes Geschäft zu errichten.Da wandte er sich verzweiflungsvoll zum König und sagte ihm:O König der Zeit, ichbin hier fremd und wünsche mein Handwerk, das eines Färbers nämlich, als Geselloder Meister hier zu treiben: aber kein hiesiger Meister will mich als Gesellen aufnehmen,vbschon ich nicht nur blau, sondern auch schwarz, gelb, grün und roth zu färbenverstehe, noch will man mir gestatten, mich hier als Meister niederzulassen." Der Königantwortete ihm:Wenn du wahr sprichst, so lasse ich dir eine Färberei einrichten und

Tausend und eine Stacht. IV.

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