Achthundert und zwölfte Macht.
zusammen nach Ali's Haus, wo alle Maaren abgcladen wurden. Dann aßen und trankensic mit einander bis nach Mittag, und ehe sie sich zurückzoge», beschenkte Jeder Ali nachseinem Range und Vermögen, so daß sein ganzes Haus mit Sklaven und Sklavinnen,Zucker, allerlei Getreide und Schafen angefiillt wurde. Er entließ dann die Diener desSchatzes, die zur Stadt hinausgingen und wieder nach ihrem Wohnorte flogen.
Des Abends ging Ali in sein Harem, begrüßte seine Frau und fragte sie, wie esibr seit seiner Abwesenheit gegangen. Sie sagte, sie habe viel gelitten an Hunger undMangel an Kleidung. Er fragte sie dann, wie sie hierher gekommen. Sie antwortete:„Ich schlief gestern Nacht bei meinen Kindern: auf einmal ward ich mit ihnen wie einVogel in die Höbe gehoben; dann wurden wir wieder in eine Art Zelt, wie dieBeduinen haben, herabgelassen; da sahen wir zwei große Maulesel mit Tragscfselnbeladen und von Führern und Dienern umgeben. Ich fragte: ,Wo sind wir und wasgibt es hier?' Die Führer antworteten: ,Wir sind die Diener Ali's, Hasans Sohn;
er schickt uns, um euch zu ihm nach Bagdad zu bringend Ich fragte, ob der Weg
dabin lang oder kurz wäre. Sie antworteten: ,Er ist kurz, ihr braucht nur diese Nachtdazu!" Und, in der That! bei Tagesanbruch waren wir hier." Er fragte sie dann, werihr dies schöne Kleid gegeben. Sie antwortete: „Einer der Führer bat mir eine Kiste,die ein Maulesel trug, geöffnet und mir und den Kindern ein Kleid daraus gegeben;er hat dann die Kiste wieder geschlossen und mir den Schlüssel überreicht." Er fragtesie, ob sie die Kiste kenne, aus der er das Kleid genommen. Sie antwortete: „Rechtgut!" und ging mit ihm in das Magazin, wo die Kisten waren, und zeigte sie ihm.Ali öffnete sie und fand darin viele Kleider nebst den Schlüsseln zu allen andern Kisten;er nahm sie und öffnete auch die übrigen Kisten und bewunderte die Schätze, die sieentbleiten; es waren Perlen und Edelsteine dabei, wie sie kein König besitzt. Er schloß
dann die Kisten wieder und ging mit seiner Frau in den Saal und zeigte ibr auch das
Gold, das unter der Marmorplatte war. Sie fragte ihn erstaunt, woher er dies Alleshabe. Er erzählte ihr seine ganze Geschichte von dem Tage an, wo er Kahira verlassen,bis zu ihrem Wiedersehen. Da sagte sie: „Das Alles hast du deinem Vater zu verdanken,der vor seinem Tode zu Gott betete: er möge dir aus jeder Noth helfen. Nun, gelobtsey Gott, der dir mehr wiedergegeben, als du verloren hast! Ich beschwöre dich aber,ja nicht mehr mit leichtsinnige» Menschen umzugehen." Ali beherzigte die Ermahnungseiner Gattin und betete zu Gott, daß er ihm keine schlechten Genossen mehr zuschicke,die ihn vom Gehorsam gegen ihn abziehcn. Er richtete sich dann einen Laden ein, dener mit allerlei Juwelen ausfülltc, und lebte mit seiner Familie in Bagdad äußerst
Taufend nnd eine Nacht. lV.
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