Lbchthuiidcrt und dritte Nacht. 257
nehmen, aber ich sagte zum König: ,Laß mir Pier ein Grab bauen, damit, wenn ichsterbe, ich Pier neben Sch emsiah beerdigt werde/ Der König befahl einem der Genien,des zu thun, und so verließ er mich hier einsam trauernd um Scheinst« h. Das istmeine Geschichte/ schloß Djanschah, -und die Ursache, warum ich hier zwischen denGräbern sitze.' Dann reeitirte er folgende Verse:
»Seitdem du nicht mehr bist, ist mein Haus kein Haus mehr und meinguter Nachbar kein Nachbar mehr; der Freund, der mich darin besuchte, istnicht mehr derselbe, auch die Blumen, die cs umgaben, sind anders. Nichtmehr dieselbe Sonne, noch derselbe Mond beleuchten cs mehr. Wohin bist dugeflohen, Geliebte, die du mein Herz mit sortgctragen? Warum bist du fernund machst durch deine Abwesenheit mir die ganze Welt unheimlich und dasganze Leben trübe? Seit ich dich nicht mehr sehe, schmeckt mir das Leben nichtmehr süß, und ich kann deine Wohnung nicht mehr sehen, ohne vor Gram undSehnsucht zu vergehen. Ich frage stets meine Hcimath nach dir und es istmir, als wäre sie meine Hcimath nicht mehr; o möge sic, weil du sie nichtmehr bewohnest, nie mehr grünen, möge kein Ziegen des Himmels sie mehrtränken!"
„Als Bulukia alles das von Djanschah gehört hatte, sagte er: ,Bei Gott, ichwandre umher aus Liebe zu Mohammed und vergaß ganz meinen Zweck wegen deiner! Erzählung. Nun, mein Freund Djanschah, bitte ich dich, die Güte zu haben, mir! den sichern Weg zu zeige»? Djanschah belehrte ihn über den Weg, den er einschlagensollte, und nahm Abschied von ihm."
! Als die Schlangeukönigin Tamlicha mit ihrer Erzählung zu Ende war, fragte sieHaseb, woher sie dies wisse; sie sagte: „Wisse, o Haseb, ich habe vor fünfundzwanzigJahren eine große Schlange nach Egypten geschickt und ihr einen Brief mit Grüßenan Bulukia mitgcgebeu. Als er meinen Brief sah, bat er die Ueberbriugcrin, ihnmitzunchmen, und sagte ihr, er habe ein Geschäft mit mir abzumachen. Die Schlangeführte ihn zu ihrer Tochter und diese sagte ihm: ,Drücke deine Augen fest zu/ Erdrückte sie zu, und als er sie wieder öffnete, fand er sich auf dem Gebirge, wo diei Schlange wohnte, der ich den Brief gegeben hatte. Er fragte dann nach mir und dieSchlange sagte ihm, ich sey mit meinen Truppen nach dem Berge Kaf gezogen undkehre erst im Sommer zurück, wenn er etwas von mir wolle, so sage er es nur ihr alsmeiner Stellvertreter»!. Bulukia sagte: ,Jch bitte dich, zeige mir die Pflanze, derenSaft vor Alter und Schwäche schützt? Die Schlange erwiderte: -Ich werde dir sie nichteher angeben, bis du mir erzählst, was dir mit Afan widerfahren, seitdem ihr euch
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Tausend und eine Nach, lv.