Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
236
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Siebenhundert und stebenundneunzigste Macht.

absteigen, um daselbst zu übernachten, und als sie schliefen, machte er sich allein auf, setztesich wieder auf sein Pferd und schlug den Weg nach Bagdad ein, weil ihm der Judegesagt hatte, daß von Bagdad alle zwei Jahre eine Karavane zu ihnen komme, in der! Absicht, sich dieser Karavane anzuschließen. Als die Ritter, die Djanschah begleitethatten, ihn bei ihrem Erwachen vergebens auf allen Seiten suchten, gingen sie zu seinemVater und berichteten ihm des Prinzen Flucht. Tiphanus ward so aufgebracht, daßihm Funken aus dem Gesichte sprühten, ganz außer sich warf er die Krone von seinemHaupt und sagte; ,Nun habe ich meinen Sohn verloren und der Feind ist in meinemAngesicht. Es gibt keinen Schutz außer bei Gott? Seine Emire und Visiere suchtenihn zu trösten und zu ermuthigen, aber er wollte den Krieg nicht fortsetzen, sondernzog sich mit seinen Truppen in die Hauptstadt zurück, ließ die Thore schließen und dieMauern befestigen. Kefid kam jeden Monat, um die Stadt zu erstürmen, ward abervon den Belagerten zurückgeschlagen, und so dauerte der Krieg zwischen den beidenKönigen noch sieben Jahre lang.

Djanschah aber reiste, nachdem er seine Truppen verlassen hatte, Tag und Nachtdurch Wüsten und Einöden, und überall, wo er hinkam, erkundigte er sich nach derDiamantcn-Citadellej aber Niemand hatte je davon gehört. Er erkundigte sich dann nachder Judenstadt, und ein Kaufmann sagte ihm, sie liege an der äußersten Spitze desOstens: er solle in einem Monat mit ihm nach der indischen Stadt Marsakan gehen,von da nach Chorasan, von Chorasan nach der Stadt Schanum, von hier nachChowaresim; dann bliebe nur noch eine Reise von fünfzehn Monaten nach der Judenstadt.'Djanschah wartete, bis die Karavane nach Marsakan abreiste, und als er mit ihr! diese Stadt erreichte, erkundigte er sich nach der Diamanten-Citadelle, aber Niemand! konnte ihm Auskunft darüber geben. Er reiste daher unter vielen Leiden und Gefahrennach Chorasan; dort fragte er nach der Judenstadt, und man bezeichnete ihm den Weg,der dahin führt. Er reiste nun Tag und Nacht, bis er an die Stelle kam, wo er vorden Affen entflohen war. Dann hatte er wieder mehrere Tage zu reisen, bis er an denStrom kam, an dessen jenseitigem Ufer die Judenstadt lag. Er setzte sich an's Ufer desStromes und wartete bis Samstags, wo er durch die Allmacht Gottes austrocknete.Dann ging er in das Haus des Juden, der ihn auch zum ersten Male ausgenommenhatte. Der Jude grüßte und bewillkommte ihn, brachte ihm zu essen und zu trinken, undfragte ihn, wo er so lange geblieben. Er antwortete: ,Jm Reiche Gottes?

' Der Ucbersetzer hat hier wörtlich seinen Text wiedergcgcben, so unsinnig er auch in geographischer Beziehungsepn mag.