Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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sechsundneunzigste Nacht.

Siebenhundert

Der Bote, der sehr verständig und von Kundschaftern begleitet war, begab sichin's feindliche Lager; da sah er viele seidene Zelte, darunter ein sehr großes vo»rothem Atlas; es war das Zelt des Königs Kefid, in dessen Mitte er selbst auf !

einem Throne saß, von Emire», Vizieren und Staatsräthen umgeben. Der Bote !

zog vor dem Zelte den Brief hervor, es kamen Soldaten und nahmen ihn ihm ab undbrachten ihn dem König. Als Kefid den Brief gelesen hatte, schrieb er folgendeAntwort:

,Wir thun dem König Tipbanus kund, daß wir entschlossen sind, uns zu rächen,sein Land zu verwüsten und alle Großen zu tödten; morgen werde ich mich auf demKampfplatze zeigen?

Diesen Brief versiegelte er und gab ihn dem Boten. Der Bote kehrte zu demKönig Tiphanus zurück, verbeugte sich vor ihm, übergab ihm die Antwort des KönigsKefid und sagte ihm: ,O König, ich habe eine unzählbare Menge Reiter und Fußvolkgesehen? Tiphanus ward sowohl durch den Inhalt der Antwort, als durch das,was der Bote ihm mündlich sagte, so aufgebracht, daß er sogleich seinem VizierEinsar den Befehl ertheilte, mit tausend Reitern in der Nacht plötzlich den Feind zu