Siebenhundert und fnnfundachtzigste Nacht.
„Als Bahrawan den Brief gelesen hatte, freute er sich sehr und sagte zumVizicr: ,Dein Begehren sey dir gewährt; dem König Tip Han ns gäbe ich auch meinheben, wenn er es verlangte/ Er ging dann zu seiner Gattin und ihre» Verwandten,um ihnen die Botschaft des Viziers mitzutheilen, und auch sie sahen mit Freude derVermählung der Prinzessin von Chorasan mit dem König von Kabul entgegen.
„Der Vizier verweilte, nachdem ihm die Gewährung seiner Bitte zugesagt wurde,noch zwei Monate bei dem König Bahrawan; dann bat er ihn, ihm die Prinzessin,um derentwillen er gekommen, mitzugeben, daß er sie dem König zuführe. Der Königließ Alles, was zur Aussteuer seiner Tochter gehörte, auf Kamcele laden, beauftragtedie Priester seiner Hauptstadt, einen Ehe-Contrakt zwischen seiner Tochter und dem KönigTiphanus aufzusctzen, beschenkte den Vizier, als Stellvertreter des Königs, mit denkostbarsten Edelsteinen, ließ die Stadt mit Teppichen belegen und herrlich beleuchten, unddaun reiste der Vizier mit der Prinzessin ab. Der König Tiphanus liebte diePrinzessin von Chorasan mehr als seine übrigen Frauen, und nach einem Jahre zeigtesich die Bestätigung dessen, was die Astrologen prophezeit hatten, denn sie gebar einenSohn, so schön wie der Vollmond. Der König TiphanuS freute sich außerordentlichüber die Niederkunft seiner Gattin; er ließ die Weisen und die Sterndeuter abermals