Siebenhundert und ncunundsechzigste Nacht.
der hier lag?" Der Holzhauer antwortete: „Ich weiß nichts davon." Da zog derReiter sein Schwert, tödtete den Holzhauer, durchsuchte ihn vergebens und ging wiederseines Weges. Als der Prophet Alles dies vom Berge aus sah, rief er: „O Herr,der Eine hat das Geld genommen und ein Anderer wird ungerechterwcise erschlagen."Da offenbarte ihm Gott folgende Worte: „Beharre du nur bei deiner Andacht undkümmere dich nicht um die Wcüregierung; der Vater des Reiters hat einst dem Vaterdes Diebes tausend Dinare geraubt, so habe ich dem Manne wieder das Geld seinesVaters verschafft, der Holzhauer aber hat den Vater des Reiters umgebracht, darumließ ich diesen den Tod seines Vaters rächen." Da rief der Prophet: „Es gibt keinenGott außer dir, gepriesen sey dein Name, du allein kennst alles Verborgene."
Lohn des mif Gott Verttmreuden.
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Ferner wird erzählt: Einst lebte unter den Söhnen Israels ein sebr frommer,reicher Mann, der auch einen sehr tugendhaften Sohn hatte. Als der Vater dem Todenahe war, setzte sich sein Sohn ihm zu Häupten und bat ihn, ihm seinen letzten Willenkund zu thun. Der Vater sagte: „Schwöre nie bei Gott, weder einen wahren, nocheinen falschen Eid." Bald nach des Vaters Tode kam Einer von den Söhnen Israelszu dem Manne und sagte: „Deuz Vater war mir so und so viel Geld schuldig, und duweißt wohl davon, gib mir also das Geld oder schwöre, daß du nichts davon weißt."Da der Mann sich des letzten Willens seines Vaters erinnerte, gab er ihm, was erbegehrte, um nur keinen Eid zu schwören. Nach Diesem kamen dann noch viele Anderemit falschen Forderungen, bis der Mann endlich sein ganzes Vermögen hergegeben hatte.Als ihm nichts mehr übrig blieb, sagte er zu seiner gottesfürchtigen Frau, die ihm zweiSöhne geboren hatte: „Da ich nun Alles wcggegcben habe, was ich besaß, und wennwieder Jemand mich einer Schuld anklagt, ich gezwungen wäre, zu schwören, so laßuns unsere Heimath verlassen und in ein Land reisen, wo uns Niemand kennt." Erbestieg daher mit seiner Frau und seinen zwei Kindern das erste beste Schiff, ohneeigentlich zu wissen, wohin er wollte.
Aber bald wurde das Schiff zerschmettert, der Mann rettete sich auf einein Brette,die Frau auf einem andern, und Jeder der beiden Söhne wieder auf einem andern. DieWellen ließen sie nicht lange beisammen. Die Frau wurde an's Land gestoßen in einkleines Dorf, einer ihrer Söhne in ein entlegenes Städtchen, der andere wurde voneinem vorübersegelnden Schiffe ausgenommen, den Vater aber stießen die Wellen aus