Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
107
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Siebenhundert und einundsechzigfte Nacht. ^07

ihr, ihre Wunden zn pflegen. Sobald sie wieder geheilt war, übergab ihr die Frau desReisenden ihr Kind znr Pflege, behielt sie bei sich und wies ihr eine besondere Wohnungan. Eines Tages sah sie ein Gauner, dem sie so wohl gefiel, daß er zu ihr schickte undum ihre Liebe sich bewarb. Als sie ihm aber kein Gehör gab, beschloß er, sie zu tobten,schlich des Nachts, als sie schlief, in ihr Haus und ging mit einem Messer auf sie zn,um sie zu schlachten; aber statt der Frau traf er den Jungen, der bei ihr war, undschlachtete ihn. Sobald er sein Versehen wahrnahm, überfiel ihn eine solche Furcht,daß er schnell davon lief und durch Gottes Gnade die Frau verschonte. Als sie desMorgens erwachte und das Kind geschlachtet fand, ging sie damit zu seiner Mutter.Aber diese sagte:Du hast mein Kind getödtet," und schlug sie sehr heftig und wollteihr den Hals abschneiden. Glücklicherweise kam der Mann hinzu und befreite die Fraudes Khadi ans seiner Gattin Hand. Jene ging nun mit einigen Drachme», die sie beisich hatte, fort, ohne zu wissen, wohin. Da kam sie in ein Dorf und sah viele Leutezusammengerottet und einen Mann noch lebendig an einem Vaumzweige hängend. Sie

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