Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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MM

Siebenhundert und neunundfünfzigste Nacht.

Während der König so stolz umhersprengte und vor Hochmuth Niemanden ansah,kam auf einmal ein Mann in zerrissenen Kleidern auf ihn zu und grüßte ihn. Der Königerwiderte seinen Gruß nicht. Da ergriff der Mann die Zügel seines Pferdes. Als derKönig dies sah, sagte er ihm:Ziehe deine Hand zurück! du weißt nicht, wessen Zügeldu ergriffen."Ich habe ein Anliegen."Warte, bis ich absteige, dann magstdu mir dein Anliegen vortragen."Ich kann nicht warten, bis du absteigst, meinGeschäft leidet keinen Aufschub."So sprich denn!"Ich muß dir cs geheimsagen." Da neigte der König sein Ohr zu ihm hin und der Mann sagte ihm in'sOhr:Ich bin der Todesengel und komme, um deine Seele zu holen."Wartedoch, bis ich nach Hause gehe, und meiner Frau und meinen Kindern und meinenNachbarn Lebewohl sage."Das kann nicht scpn, die siehst du nie mehr wieder;deine Lebenszeit ist vorüber, ich muß sogleich deine Seele haben." Sobald der Todes-cngel dies gesagt hatte, fiel der König von seinem Pferde todt auf die Erde. DerTodcsengel begab sich hierauf zu einem frommen, gottgefälligen Manne, grüßte ihn undsagte ihm:Ich habe dir, o frommer Mann, ein Geheimniß anzuvertrauen."Sagemir es in's Ohr."Ich bin der Todcsengel."Sep mir willkommen! Gelobt