Siebenhundert und achtundfnnszigste Nacht.
„Nm folgenden Morgen kamen zwei alte Muselmänner in den Flecken mit härenenKleidern, auch zwei alte Frauen waren bei ihnen, eben so gekleidet, und sagten: „O ihrBewohner dieses Fleckens! Gott der Erhabene hat eine seiner Heiligen unter euch alsMuselmännin sterben lassen, wir kommen, um sie als solche zu beerdigen." Aber dieBewohner des Fleckens, welche nach langem Suchen endlich die Christin todt auf demGrabe des Muselmannes fanden, sagten: „Die gehört uns, sie ist in unserm Glaubengestorben und wir wollen sie beerdigen." Die Alten behaupteten hingegen: sie sey alsMuselmännin gestorben. Nach langem Streit sagte endlich einer der Alten: „Wollt ihreuch überzeugen, daß sie als Muselmännin gestorben, so lasset alle vierzig Priester ausdem Kloster kommen, um sie vom Grabe wegzubringen; vermögen sie es, nun, so gebeich zu, daß sie als Christin beerdigt werde. Bringen sie sie aber nicht von der Stelle,dann möge Einer von uns cs versuchen, sie wegzuziehcn, und gelingt es ihm, so dienees als Beweis, daß sie als Muselmännin gestorben." Die Bewohner des Fleckens^waren mit dieser Probe zufrieden und ließen sogleich die vierzig Klosterbrüder kommenum sie wcgzutragen, aber sie konnten es nicht. Zwar nahmen sie ein sehr starkes Seilund banden es um ibren Körper und zogen mit aller Kraft daran, zuletzt halfen sogarnoch alle Bewohner des Fleckens, aber dennoch brachten sie sie nicht von der Stelle.Endlich sagten sie einem der Alten: „Nun versuche du es, sie wegzutragen." Er näherte