H -j-
Siebenhundert
MM''
-L
»W
^ MW
UN-
sechsundfünfzigste Nacht.
! Äls ich in sein Zimmer kcim, saß er da ganz allein mit verbundenem Haupte.
^ Ich sagte: „Gott vergrößere deinen Lohn in jener Welt! Das ist ein Weg, den Jeder! betreten muß, du mußt dein Unglück standhaft tragen." Dann fragte ich ihn: „Hastj du deinen Vater verloren?" — „Nein." — „Ist deine Mutter gestorben?" — „Nein." —
! „Dein Bruder?" — „Nein." — „Sonst ein naher Anverwandter?" — „Nein." —„Wer denn?" — „Meine Geliebte." — „Du kannst schon wieder eine andere finden,schöner als sie war." — „Wisse, daß ich sie nie gesehen noch gehört habe." — „Dasist sonderbar; wie so konntest du sie denn lieben?" — „Ich saß am Fenster und hörte,s wie ein Vorübergehender folgenden Vers sang:
„O Mutter Amrus, Gott möge dich dafür belohnen! Gib mir doch meinHerz wieder, wie cs war!"
l.
„Da dachte ich, wäre die Mutter Amrus nicht die ausgezeichnetste Frau in der lWelt, so würde man keine solche Verse für sie dichten, darum lieble ich sie. NachZwei Tagen sab ich wieder denselben Mann vorübergehen, und er sang folgenden Vers:
„Als der Esel die Mutter Amrus wegtrug, kehrte weder sie noch der Esel ^
zurück." j
Tausend und eine Nacht. IV.
12