Siebenhundert und fünsundfünfzigste Nacht.
! ^m folgenden Morgen ging ich wieder auf den Sammelplatz der Arbeiter; aber ichfand ihn nicht, und als ich nach ihm fragte, sagte man mir, er komme nur jedenSonnabend. Ich ging Sonnabends wieder, um ihn aufzusuchcn, und fragte ihn, ob erin Gottes Namen wieder bei mir arbeiten wollte? Er sagte: „Recht gerne, nach dendir wohlbekannten Bedingungen." Ich nahm ihn mit nach Hause und führte ihn andie Arbeit. Da bemerkte ich, ohne von ihm gesehen zu werden, wie er nur eine Handvoll Lehm auf die Mauer warf und Plötzlich alle Steine fest auf einander saßen, und
ich dachte: Solche Kraft haben nur die Heiligen. Er arbeitete an diesem Tage noch
viel mehr als früher, und des Abends gab ich ihm seinen Loh», mit dem er fortging.Am dritten Sonnabend wollte ich ihn wieder hole», fand ibn aber nicht, und als ich»ach ihm fragte, hörte ich, er sey krank und liege in dem Zelte einer alten Frau, diedurch ihre Frömmigkeit berühmt war. Ich ging nach dem Zelte und fand ihn darin
auf dem Boden liegend, ohne Etwas unter sich zu haben. Ich grüßte ihn und setzte
mich ihm zu Häupten und weinte über seine Jugend, die er so in der Fremde zubringcn
mußte. Ich fragte ihn dann, ob ich ihm irgend einen Dienst erweisen könnte? Er
iagie: „Ja wohl; wenn du morgen mich wieder besuchst, so wirst du mich todl finden,
wasche mich dann, hülle mich in den Oberrock, den ich anhabe, und beerdige mich, ohne
Jemanden etwas von mir zu sagen. Doch ehe du mich beerdigst, nimm aus den Taschenmeines Oberkleides, was darin ist. Wenn mich dann die Erde bedeckt und du für mich !