und
Siebenhundert
achtundvierzigste Nacht.
Der Diener hatte dem Chalifen nämlich gesagt: Mach Kuba singe und spiele aufder Laute; ob er nicht hören wolle, was dieser Gesang zu bedeuten habe. Mutawakkelnäherte sich ihrer Thür und hörte, wie sie folgende Verse sang:
„Ich gehe im Schlosse umher und Niemand redet mich au, kein Ohr vernimmtmeine Klage», als hätte ich ein Verbrechen begangen, das keine Buße wiedergut machen kann; o wollte doch Jemand bei dem Könige für mich sprechen, dermich im Traume besucht und mir verziehen hat; schon leuchtet ja der Morgenwieder, und noch bin ich von ihm verstoßen."
Als Mutawakkel diese Verse hörte, war er sehr erstaunt über diese sonderbareUebereinstimmung ihrer Träume. Er ging in Machbuba's Gemach, die sogleichaufstand, sich ihm zu Füßen warf, seine Füße küßle und ihm sagte: „Ich habe dichheute Nacht im Traume gesehen und daher beim Erwachen die Verse gedichtet, die dueben gehört." Mutawakkel erzählte ihr auch seinen Traum, versöhnte sich mit ihrund brachte sieben Tage mit den Nächten bei ihr zu. Machbuba liebte ihn so sehr,daß sie seinen Namen auf ihre Wangen eingrub, und als er starb, blieb sie allein vonallen seinen Sklavinnen untröstlich bis zu ihrem Tode. Sie wurde neben ihm begraben.Gottes Erbarmen sep mit ihnen Allen!