Kiebenhnndert
und
vierundvierzigste Macht.
Äls der Dieb hierauf von allen Anwesenden gelobt und bewundert ward, sagte erzum Präfekten: „Das war keine große Kunst, diesen Beutel selbst wieder hcrzubringcn, dieibn zu stehlen war viel größer." — „Nun," fragte der Präfekt, „wie hast du es dennangcfangcn?" Der Dieb antwortete: „Als ich in Kahira auf dem Bazar der Geldwechslerstand, sab ich, wie dieser Soldat sein Gold einwickelte und in den Beutel legte; ichfolgte ihm von Straße zu Straße, konnte aber keine Gelegenheit finden, ihn zu bestehlen;als er dann von Kahira abreiste, folgte ich ihm von einem Orte zum andern, bis erendlich hierherkam, da ließ ich mich in demselben Khane neben ihm nieder und wartete,bis er schlief. Als ich ihn laut schnarchen hörte, näherte ich mich ihm leise, schnitt denSack mit einem Messer auf und nahm so den Beutel heraus." Während er dies sagte,nahm er wirklich in Gegenwart des Präfekten dem Soldaten den Beutel weg und lieffort. Die Leute glaubten, er wolle ihnen nur zeigen, wie er es gemacht; er aber warf