Siebenhundert
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neunund-reißigfte Nacht.
Nach drei Tagen ward er vor den Polizeiobersten geführt, der ihn fragte, woherer wäre und was er in Kahira thäte? Er antwortete: „Ich bewohne Bagdad und binhierher gekommen, weil mir Jemand im Traume gesagt, ich werde hier meinen Lebens-unterhalt finden; nun fand ich aber nichts, als die Prügel, die du mir ertheilen ließest."Der Polizcioberste lachte so herzlich, daß er alle seine Zähne zeigte, und sagte: „Dudreifach unverständiger Mensch, mir ist Jemand im Traume erschienen, der mir sagte:In dem Stadtviertel N. N. in Bagdad ist ein Haus, das so und so aussieht, in dessenHose ist ein Gärtchen mit einem Pistazienbaume; dort ist Geld begraben, das voneinem Verbrechen herrührt, geh hin und nimm es! Und doch bin ich hier geblieben,und du thörichter Mensch machst eine solche Ncise wegen eines eitlen Traumes." Ergab ihm dann einige Drachmen und sagte ihm: „Suche damit deine Rückkehr anzutreten."Der Mann nahm das Geld und kehrte damit nach Bagdad zurück, ging in sein Haus,welches kein anderes war, als das vom Polizeiobersten von Kahira beschriebene, ließunter dem Baume aufgraben, und fand so viel Geld darunter, daß er wieder reicherwar als zuvor.
Tod eines Liebenden aus dem Stamme Uzra.
Man erzählt ferner: Unter dem Stamme der Söhne Uzra war ein Mann, derkeinen Tag ohne eine neue Liebe leben konnte. Einst liebte er ein schönes Mädchen ausseinem Stamme und warb um sie; sie aber verschmähte ihn und wies ihn immerfort ab.