ß Siebenhundert und zmeiunddreißigsle Nacht.
deine Viziere wundern. Haben sie dich etwa nackt gefunden und dich auf einmal aufden Thron erhoben? Und selbst dann dürften sie sich nicht so abscheulich gegen dichbenchmen; du darfst dich nicht so tief herablassen. Weißt du nicht, daß sie die Sklavendeines Vaters waren, der dich zu ihrem Herrscher eingesetzt? Du bist aber so furchtsam,als hätte dich nicht dein Vater gezeugt, du erschrickst vor Denen, die Gott unter deine
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Fußsohlen gelegt. Mit Recht sagt man: Wenn das Herz eines Königs nicht von Eisenist, so verdient er nicht, König zu seyn, denn nur das Vieh hat ein Herz von Fleisch.Diese Leute drohen dir mit ihrem Abfall und Ungehorsam bloß, um dich einzuschüchtern;gibst du ihnen nach, so werden sie sich bald über dich erheben und aus Gewohnheit nachdeiner Macht lüstern werden. Hüte dich wohl davor, es möchte dir sonst gehen, wiedem Hirten mit den Dieben." Der König fragte: „Wie war dies?" Und seineGeliebte erzählte:
Geschichte de§ Hirten und der Dicüe.
Ein Hirt war einst mit seinen Schafen auf der Weide und wachte über sie, daßihm keines gestohlen werde. Eines Nachts kam ein Dieb in der Absicht, ein Schaf zustehlen; er fand aber den Hirten so wachsam bei Tag und bei Nacht, daß er keinMittel sah, seinen Zweck zu erreichen. Nachdem er lange sich vergebens bemüht hatte,