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2 Siebenhundert »»d eiuunddreißigste Nacht.
ganz allein und werde euch bald dessen Erfolg ankündigen." Die Diebe freuten
sich und lobten ihren Gesellen und wünschten ihm Glück zu seinem Unternehmen.
Am folgenden Morgen kleidete er sich als Arzt und nahm eine niedliche Taschemit allerlei Kräutern und Medikamenten und Pflastern auf den Rücken, und
ein schönes medizinisches Buch unter den Arm, ging in die Nähe der Wohnung
des Kaufmanns und ordnete seine Pulver und Salben auf Blätter, und behieltdas Buch unter seinem Arme. Bald kamen viele Leute, um seine Medikamente zusehen, und er hatte für jeden ihn um Rath Fragenden eine Antwort bereit. Nachdemer sich auf diese Weise einen Ruf in der Stadt erworben, begab er sich zum Kaufmanne,der eben seine Mittagsmahlzeit hielt, und fragte ihn, ob er eines Arzneimittels bedürfe.Der Kaufmann sagte: er brauche nichts, doch hieß er ihn sitzen und mit ihm essen. DerDieb aß mit ihm, und als er bemerkte, daß der Kaufmann ein Freund von gutenBissen war, sagte er ibm: „Da wir nun Freunde sind, darf ich dir einen wohlgemeintenNath nicht vorenthallen; ich sehe, du bist ein starker Esser und schadest dadurch deinemKörper; wenn du nicht dafür sorgst, so gehst du bald dem Tode entgegen." — „Wie,"sagte der Kaufmann: „kann mir das schaden? Ich esse ja schon lange so viel und
befinde mich wohl dabei?" Der Dieb antwortete: „Der Nachtheil wird sich erst späterzeigen, drum nimm eine Arznei, die dich vor vielen Krankheiten schützen wird." Der