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ÜJfutter ßanb ihr ju Raupten unb weinte um ße, unb fügte mir: ,,2)u biß ein fcböner
23ctter, beine Soufine ift fef)v unwohl, unb bu oerläßt ße." 2>?eine Soufine richtete
ftbann auf unb fragte mid;, wad meine ©eliebfc gcfagt? 2lld ich ißr bcn SBerd
meiner ©eliebten mttgetbeilt, fagte fte: „3<h befcßwöre bt'd) bei ©ott, wenn bu wicbcr
ju if»r fb’ntmß, fo rccitire ißr fofgenbcn 33erd:
„2Bte fott er eine Siebe bcntctßern, bie ibn tobtet, bic ihm jeben Sag bad£erj fpaltct?"
3<h oerfprad; ed ibr, unb piett auch 2Öor», aTö ich am folgcnben 2Ibenbe wieber,wie früher, mit meiner ©eliebten bereinigt war. Schere weinte über ben 33erd unbrecitirte folgenben:
„2Bet nicht Äraft genug bat, feine Siebe ju »cvbcvgen, für ben gibt cd feinanbered Mittel, ald ber Sob."
2lld id) nach .ß>aufe farn, fanb ich meine Soufine fdflafenb, unb meine fTfutter ßanbneben ißr. 2lber fte batte fauin meine ©timme oernommen, ald fte bie Slttgen öffneteunb fagte: „£) mein £b eum ’, b n ß 1)11 uteinen 23erd rccitirt?" 3$ fagte: „3a," unbwieberpofte ihr ben meiner ©eliebten- ©ie fiel in Dfwmacbt, unb ald fte wieber ju ßdjfam, recitirte fte folgcnben 25erd:
„2Bir haben oernontmen, wir gehorchen unb Serben gern; bring’ nun meinen©ruh berfenigen, welche meine Siebe nicht erwibert."
2lld tdj meiner ©eliebten am folgenben Sage biefett SSerd fagte, fdjrie fte: „SQBepeiwefie! bie, welche biefen 33erd gefagt, ift tobt; webe bir, ift ed nicht eine SSerwanbte?"— „Sb ift meine Soufine." — „ÜBebe bir, bu b a ft ihre Siebe nid;t erwibert, unb foift fte ben SKärtyrertob geftorben; ©ott oerbamtne bich! batte ich baoon wad gemußt,fo wäreft bu nie in meine Stäbe gefommett." — „Sie aber mußte um ltnfere Siebe; fteerflärte mir beine 3 £ td;cn, unb war mir in Slllem bebülfltcb." — „©ott jcrfiöre beine3ugenb, wie bu bie t'brige gerftört, bu £unb baft fte gelobtet, geh nur nach £>aufe unbfrage nach t’br." 3d> ging tn ber größten SJermirruug nach ^>aufe unb febon, ald ichin unfere ©traße fam, »ernabm ich ein lauted SSBepcgcfchrci, unb ald ich fragte, wadbad bebcute, erhielt td; jur Slntwort: ntau habe meine Sotifttie tobt gefuttben.
2lld ich nach £>aufe fam, fagte mir meine ÜJfutter: „©ott gebe, baß bad 23lutmeiner 3tid;te, bie wir tobt gefttnben unb bie unter beinern ©dn^e ßanb, nid)t aufbtr lafte." 3$ antwortete nicht, gebadjte aber ber SSerfe, bie ße rccitirt. Stachbcmße beerbigt war unb id) vier Sage lang an ihrem ©rabe getrauert batte, fragte michmeine ÜJfutter wieber: „2ßad baft bu bentt beiner Soußne getban, baß ße »or ©ratn
laufent unb fine ?tcirl)f. in.
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