Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
Seite
306
Einzelbild herunterladen
 

306 iTuifl)ttiil>irt ttuö l'n'lnminiifitufjHilh' Hiid)t.

fomnt unfc folge und." «Sie fPrtuseffiu evjetgt mir »tele Grbvc," antwortete bieangeblid;e gatimejich hin bereit i(;r 31t gehovd;eit." SD?tt btefen SBorten folgte er beit23 evfd;nittonen, bie fchon auf bettt Stücfwege nad; bem ^alafte waren.

21(0 ber 3<tuberer, bcv unter beni heiligen bleibe etn teufltfched £or3 »erbarg, lnbcn ©aal mit beit oievunbjtvanjfg geußern eintvat unb bie ^vtnjefjtn bemerfte, beganner mit einem ©ebet, bad eine lange 3 ?ei^e »011 2 Bünfd;en für ihr Sßoblbeß'nbctt, ihr

©lücf unb bie Erfüllung alled beffen, wad fte nur begehren fonnte, enthielt, hierauf

entfaltete er all feine trügerifd;e unb l>eud)lerifd)e 23 evebfomfeit, um ftd; unter bembautet großer grb'ntmtgfeit ittd |)erj ber ^rt'njefftn eiii3itfd;letchen, wad tfmt auchum fo letdjter gelang, als bie ^rinjefftn in ihrer natürlichen ©uthei^igfeit bietleberjeugung batte, alle Seute muffen eben fo gut fepn wie fte, befouberd aber

diejenigen SDfänner unb grauen, bie ed ftd; jur fPßtd;t machten, ©ott in ber ©infamfeit311 bienen.

2(ld bie falfdfe gatime ihre lange Slnrebe »ollenbet patte, fagte bie fPnnjefftn 31tihr:teilte gute SCftutier, ich banfe bir für beine fdpönen ©ebete, ich b a be große«33 cvtraueit barauf unb poffe, baß ©ott fie erhören wirb. Äomm näher unb fepe btd;31t mir." £>te falfcpe gatime fegte ftd; mit heud;lerifd;er 33 efcheibenheit. hierauf nabmbie ^Prinjcfftn wieder bad SBort unb fagte:SDfeine gute SDiutter, icp bitte btd; um

etwad, bad bu mir bewilligen mußt unb ntcbt abfd;lagett barfß, nämlich barutn, baß bubei mir bleibft, mir bie @cfd;tchte bcined hebend crsähiß unb mtd; burd; beine gutenSBcifpiele lebvfi, wie ich ©btt bienen foll."

^5rin3cf(in," fagte hierauf bie aitgeblidje gatime,ich bitte btd;, »erlange nichts?»on mir, worein t'd; itid;t willigen fann, ohne ittid; gait3 3U 3erflreueit unb »ott meinen©ebeten unb frommen Hebungen abjufommen."JDad barf btd; nicht beunruhigen,"erwiberte bie fPrit^rfftn,id; habe mehrere 3iuinier, bie nicht bewohnt ftnb, wähle birettid baraud, weldjed bir am beftett 3ufagt, bann fannfl bu bettle Ucbungen barin ebenfo ruhig »errichten, wie in bet'iter ©tnftedelct."

®er 3iuberer, ber feinen aitbern 3 wecf h«*te, ald in 2 Kabbtnd fPalajf 31t gelangen,wo ed ihm weit leichter fepn mußte, fein Scheint ßücf aud3ufiihren, wenn er unterSöegünßt'gung unb bem @d;uij ber ßhiti3effiu bafelbß wohnte, ald wenn er immer »onber ©iuftebelci ttt ben fpalaft unb »011 ba wieber 3uritcf hätte hin unb her gehen müffen,machte je£t feine großen Qmiwenbungen mehr gegen bad »erbtnb(id;e 2lnerbieten ber^vtnjefßn unb nahm cd an. v JJrinscfftn," fagte er 31t ihr,fo feft aud; ber ©ntfehlußeiner armen unb elenben grau, wie t'd;, fegn muß, ber SEßelt unb ihrer $rad;t 31t entfagen,