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Die Darwinsche Theorie und die Sprachwissenschaft : offenes Sendschreiben an Herrn Dr. Ernst Haeckel
Entstehung
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Veränderungen verlaufe und dass wir nicht, im entfern-testen ein Recht haben vorauszusetzen, dass diess je-mals sich anders verhalten habe.

Darwin und seine Vorgänger gingen nun einenSchritt weiter als die übrigen Zoologen und Botanikei 1 :nicht nur die Individuen haben ein Lehen, sondern auchdie Arten und Gattungep; auch sie sind allmählichgeworden, auch sie sind fortwährenden Verände-rungen nach bestimmten Gesetzen unterworfen. Wiealle Forscher der Neuzeit, so beruft sich auch Dar-win auf die Beobachtung, wenn diese auch, wie esdie Natur der Sache, eben so wie hei dem Lehen derErde und dem der Sprachen, mit sich bringt, auf einenkurzen Zeitraum beschränkt ist. Da wir wirklich wahr-nehmen können, dass die Arten nicht völlig beständigsind, so ist ihre Veränderungsfähigkeit überhaupt, wennauch in beschränktem Maasse, beobachtet. Eine ansich zufällige Sache, nämlich die Kürze des Zeitraumes,innerhalb welches brauchbare Beobachtungen angestelltwurden, ist der Grund, dass die Veränderung derArten im ganzen als nicht bedeutend erscheint. Manbraucht nur, im Einklänge mit den Ergebnissen sonstigerBeobachtungen, für das Vorhandensein lebender Wesenauf unserm Weltkörper eine grosse Anzahl von Jahr-tausenden anzunehmen, um begreiflich zu finden, wiedurch fortwährende allmähliche Veränderung, analogdenen, die wirklich unter unsere Beobachtung fallen,die Gattungen und Arten, wie sie jetzt vorhanden sind,entstehen konnten.

Darwins Lehre scheint mir demnach in der Thatnur eine nothweudige Folge der heute zu Tage in der