und
Dreihundert
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einundstebenziglte Nacht.
Die Alte nahm das Kleid und ging, seine Schönheit, Liebenswürdigkeit, hübscheGestalt und Freigebigkeit bewundernd, von ihm weg zur Prinzessin, küßte die Erde vorihr und sagte: „O meine Gebieterin! hier bringe ich Etwas, desgleichen du nie gesehen!"Als sie fragte: „Was ist cs denn?" zog sie das Kleid hervor und sagte: „Lege esauseinander und betrachte es!" Die Prinzessin that dies, und es gefiel ihr sehr. Siesprach: „O meine Amme! bei Gott! das Kleid ist schön, ich habe nie ein ähnlichesgesehen." Da sagte die Alte: „O meine Herrin! hättest du den Eigenthümer diesesKleides gesehen! bei Gott! er ist ein Mensch, so schön, wie es keinen auf Erden gibt,mit länglichten Wangen, Augen wie Kohlen, mit einem vollen Wüchse, schlank wie einBaumzweig, der sich sanft hin und her neigt, und einem Gesichte wie eine Lampe.Gepriesen sey Gott, der erhabene Schöpfer, der ihn aus gutem Samen geschaffen!"
Als die Prinzessin die Beschreibung der Alten hörte, gerietst sie in heftigen Zornund sprach: „Du Alte, bist du von Sinnen, oder hast du keinen Verstand? Habe ichdich nach seiner Schönheit und Anmuth gefragt, daß du mir ihn schilderst?" Die Alte,die den Zorn der Prinzessin fürchtete, erwiderte: „Bei Gott, meine Gebieterin! ich
Tausend und eine Nacht. II
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