Wreiund-reißigste Nacht.
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Der Träger, der schon von der Schönheit und Liebenswürdigkeit der Einkäuferinganz entzückt war, verlor nun vollends seinen Verstand und ließ beinahe seinen Korb fallen,als eine Frau die Thüre öffnete, welche die erste noch an Schönheit übertraf. Ihr Wuchswar schlank, der Busen rund geformt, die Stirne leuchtend wie der Mond; sie hatte Augen wieein Reh, Wangen wie Rosen, Lippen wie Korallen, Zähne wie Perlen und einen Hals wie dereiner Gazelle, einen Mund wie Salomons Siegelring '. Der Träger war ganz in Ver-wirrung, bis die Pförtnerin zur Wirthschafterin sagte: „Was wartet Ihr so lange vor derThüre, kommt herein, wir wollen dem armen Manne seinen Korb abnehmen." Jezt traten siein einen prächtigen Saal mit vielen Teppichen belegt, von Schräken und kleinen Kabinettenumgeben, deren Thüren schöne Vorhänge verbargen. Mitten im Saal war ein großer Wasser-behälter mit einem kleinen Nachen. Ein Thron von Ambra, getragen von vier Säulen ausCypressenholz, befand sich am Ende des Saales. Er war mit rothem Atlas überzogenund mit Perlen, so groß wie Haselnüsse, und mit Edelsteinen geschmückt. Auf diesem
' Die.Muselmänner fabeln viel von Salomons Ring, dem er viele Wunder zu verdanken hatte,und der ihm einmal, als er ein Bad genommen, von einer höllischen Furie geraubt ward, die ihn insMeer warf. Salomo» war ganz trostlos und bestieg so lange den Thron nicht, bis er den Ringin einem Fische, den man auf seine Tafel gebracht, wieder gefunden hatte.