Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
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150 N c u ir u n d z w a n z i g st e Na ch t.

um sie zu bändigen, und habe keine Kraft, mich zu verteidigen; weil die eine Hafte mei-nes Körpers aus Stein und nur die andere Hälfte aus Fleisch und Blut ist. Nach meinerZüchtigung geht sie dann wieder zum Sklaven, gibt ihm Wein und Fleischbrühe zutrinken, und am Morgen früh kehrt sie erst wieder zurück. Da sprach der König:BeiGott! junger Mann, ich werde hier etwas thnn, was lange nach mir allenthalben erzähltwerden wird." Er sezte sich hierauf nieder und unterhielt sich mit dem jungen Manne biszur Nacht. Sie schliefen bis an den Morgen, da machte sich der König auf, entkleidetesich, Zog sein Schwert aus der Scheide und ging zur Grabstätte. Hier erblickte er vieleWachskerzen und Lampen, Weihrauch, wohlriechende Ocle und andere Arome; er schrittauf den Sklaven zu, tödtete ihn und warf ihn in einen Brunnen, der im Schlosse war.Dann zog er des Sklaven Kleider an, legte sich tief in die Grabcshöhle, behielt aberimmer sein bloßes Schwert unter den Kleidern. Nach einer Weile kam die verruchteZauberin, und das erste, was sie that, war, ihren Vetter zu entkleiden und ihn tüchtigdurchzuprügeln. Ihr Vetter schrie:O wehe! Muhme! habe Mitleid mit mir, ichhabe genug gelitten, der Zustand, in dem ich mich befinde, genüge dir!" Sie aber ant-wortete:Hast du wohl mit meinem Geliebten Mitleid gehabt?"

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