Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Sechs un-zwanzigste Nacht.

In der folgenden Nacht fuhr Schehersad zu erzählen fort:

Der König war sehr betrübt und niedergeschlagen über diesen Anblick und sagte:O Jüngling, du hast meinen eignen Kummer noch vermehrt, ich wünschte über dieFische Nachricht zu bekommen, nun muß ich auch noch nach deiner Geschichte mich erkun-digen, es gibt keinen Schutz und keine Macht außer bei Gott. O Jüngling, erzähle mirschnell." Nun sagte der Jüngling:Leihe mir dein Gesicht und dein Gehör; denn eshat sich eine wunderbare Geschichte mit mir und diesen Fischen zugetragen; wenn siemit einer Nadel auf Erz gestochen wäre, so würde sie eine Belehrung für Jedenabgeben, der 'sich belehren möchte. Wisse, o Herr! mein Vater war König dieserStadt, sein Name war Sultan Mahmud, er regierte ungefähr 70 Jahre lang über dieInseln dieser Berge. Als er starb, regierte ich an seiner Stelle, und heirathete meineMuhme, die mich so sehr liebte, daß wenn ich nur einen Tag von ihr abwesend war,sie weder noch trank, bis ich wieder bei ihr war; sie lebte auf diese Weise fünf Jahremit mir. Eines Tags ging sie ins Bad, ordnete ein Nachtessen an, dann kam ich indieses Schloß und schlief hier, an dem Orte wo du jezt dich befindest; ich ließ zweiSklavinnen zu mir kommen, mich zu bewuchern. Eine saß mir zu Häupten und dieAndere zu Füßen. Es war mir nicht recht wohl, ich konnte nicht schlafen, obschon meineAugen geschlossen waren, ich athmete schwer. Da hörte ich, wie die eine Sklavin zurandern sagte:O Masuda! sieh unfern armen Herrn! Schade für seine Jugend, die ermit unsrer verfluchten Herrin zubringen muß."Schweige!" sagte die Andere,Gottverdamme die Verrätherinnen und Buhlerinnen! Es paßt wirklich ein junger Mann, wieunser König, nicht zu dieser Metze, die keine Nacht zu Hause schläft."Aber unserHerr ist sehr dumm," versezte die Erstere wieder,er sollte es doch merken, wenn er