Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
130
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130 Zwanzigste Nacht.

man sie ihm gebracht, streute er das Pulver hinein und sprach:O König! nimm diesesBuch, öffne es aber nicht, bis mir der Kopf abgeschlagen ist. Wenn dies geschehen, solasse ihn in der Schüssel auf das Pulver setzen; das Blut wird dann sogleich gestillt werden,öffne hierauf das Buch und frage meinen Kopf, er wird dir sicher antworten. Es gibtkeinen Schutz und keine Kraft, außer bei dem erhabenen Gotte, doch lassest du mich leben, sowird auch Gott dich erhalten." Aber der König sagte:Ich werde dich um so gewissertödten lassen, damit ich sehe, wie dein Kopf mit mir sprechen wird." Der König ließ ihmhierauf den Kopf abschlagen und nahm ihm das Buch ab. Als der Scharfrichter damitfertig war, ward der Kopf in die Schüssel auf das Pulver gedrückt und das Blut hörte

sogleich auf zu fließen. Der Arzt Duban öffnete dann die Augen und sagte:Nun kannstdu das Buch öffnen, o König!"

Der König that es und schlug ein Blatt nach dem andern um, da die Blätter aberaneinander klebten, legte er den Finger an die Lippen und benezte ihn, so wendete er biszum siebenten Blatte herum, fand aber nichts darin geschrieben. Darauf sagte er:OArzt, ich finde ja nichts in diesem Buche." Der Kopf-des Arztes antwortete:Schlagenur weiter um!" Der König schlug immer weiter um und benezte den Finger dabei, bis erdie Arznei, mit der das Buch vergiftet war, abgerieben hatte. Auf einmal fing derKönig an zu wanken und Schwindel zu fühlen.

Schehcrsad bemerkte hier den Tag und schwieg; die folgende Nacht aber fuhr sie fort: