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1 (1838)
Entstehung
Seite
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74 V i c r z c l) n t c Ist a ch l.

sehr theucr verkaufte. Den Topf voll, der bei allen andern Fikaa-Verkäufern nureinen Manghir ' kostete, ließ er sich mit einem Aktscha bezahlen. Doch er durfte ohneSorgen theucr verkaufen, die Gäste drängten sich doch zu ihm, mehr um den schönenHassan, seinen Sohn, zu sehen, als um zu trinken; ja, man nannte sein Haus Quelleder Verjüngung, wegen des Vergnügens, welches selbst Greise darin fanden.

Eines Tages als Hassan sang und die Laute spielte, zum Ergötzen Aller, welchein seiner Bude waren, trat auch der berühmte Brahmanc Padmanaba ein, um sich zuerfrischen. Auch er bewunderte den Gesang Hassans, nnd als er sich mit ihm unter-hielt, ward er von seiner verständigen Rede erfreut. Er kehrte nicht allein den andernMorgen wieder in die Bude zurück, sondern verließ selbst seine Geschäfte, um Tag für Tagdorthin gehen zu können, und immer gab er drei- und vierfach mehr als alle Andern.

Schon lange Zeit hatten die Besuche des Brahmancn so fortgcdauert, als Hassaneinst also zu seinem Vater sprach:Es kömmt alle Tage ein Mann hieher, der dasAnsehen eines Vornehmen hat, er spricht so gern mit mir, daß er mich alle Augenblickeruft, um irgend eine Frage an mich zu richten, und wenn er fortgeht, reicht er mireine Zechine."Ho, ho!" rief der Vater,dahinter ist irgend etwas verborgen, dieAbsichten dieses Vornehmen sind wahrscheinlich nicht die besten. Ost sind weise Männer, trotzihrer strengen Mienen, sehr lasterhaft. Morgen, wenn du ihn wieder siehst, sage ihmdoch, daß ich ihn zu kennen wünsche, führe ihn in mein Gemach, ich will ihn zu ergrün-den suchen, ich besitze viele Erfahrungen und werde aus allen seinen Reden bald erkennen,ob er so weise ist, als er sich das Ansehn gibt."

Am andern Morgen that Hassan, was sein Vater gewünscht hatte; er bat denBrahmanen einzutrctcn in ein Gemach, wo man einen herrlichen Imbiß bereitet hatte.Der Fikai erwies seinem Gaste alle nur erdenklichen Höflichkeiten; dieser nahm sie seiner-seits wieder so artig an, und zeigte in seinen Reden so viel Weisheit, daß nicht mehrdaran zu zweifeln war, er sep ein sehr tugendhafter Mann. Nach dem Frühstücke fragteder Vater Hassans seinen Gast, aus welchem Lande er sey und wo er wohne, und sobald er erfahren hatte, daß jener fremd sey, sprach er zu ihm:Herr, willst du beiuns wohnen, so werde ich dir gern eine Wohnung in meinem Hause geben?"Ichnehme dein Anerbieten an," erwiderte Padmanaba,weil das wahre Paradies hie-nieden ist, bei lieben Freunden zu wohnen."

Der Brahmane nahm also seine Wohnung bei dem Fikai, dem Vater Hassans,er machte denselben sehr ansehnliche Geschenke und faßte bald eine so tiefe Freundschaft' Manghir ist die kleinste Münze.