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Ich vernahm, o glückseliger König, daß, nachdem der König der Griechen denArzt so reichlich belohnt hatte, er sich über seine Kunst und Geschicklichkeit höchlich ver-wunderte und also sprach: „Dieser Mann verdient alle Ehrenbezeugungen, er soll stetsin meiner Umgebung sepn, denn er hat ohne Medicin mich geheilt, nachdem alle Aerztemit allen ihren Mcdicamentcn mich aufgegeben; er soll nun mein vertrauter Freundwerden." Hierauf brachte der König die ganze Nacht sehr heiter zu und hörte nicht auf,den Arzt zu loben. Des Morgens bestieg er den königlichen Thron, und als die Vcsireund Großen des Reichs versammelt waren, ließ der König den Arzt rufen, behielt ihnbei sich bis zur Nacht und ließ ihm wieder 1000 Dinar geben; der Arzt ging nachHause zu seiner Frau und lobte den König der Griechen.
Am folgenden Morgen bestieg der König wieder den Thron und es kamen wiegewöhnlich die Vesire und Großen und wünschten ihm Glück und Heil. Nun hatte aberder König einen eben so schmutzigen als geizigen und neidischen Vesir; als dieser sah,wie gut der Arzt mit dem Könige stand und wie sehr er beschenkt und geehrt wurde,befürchtete er, daß der König ihn absetzen möchte, um dem Arzt seine Stelle zu geben; erbeneidete ihn daher und hegte böse Gedanken gegen ihn. Als nun dieser Vesir vor denKönig trat und ihm Ruhm und Glück wünschte, fügte er die Worte hinzu: „O, erhabenerKönig, tugendhafter Fürst, ich bin durch deine Wohlthatcn und deinen Segen großgeworden, darum muß ich dir einen wichtigen Rath geben, denn wenn ich ihn dir ver-schwiege, so müßte ich ein Bastard scyn, der Gutes mit Bösem vergilt; wenn dues befiehlst, so werde ich ihn dir offenbaren." Der König erwiderte: „Sprich, washast du mir für einen Rath zu geben?" und der Vesir antwortete: „O König! wer