Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
34
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Z 4 A eh l r k a cl> 1.

Der Kaufmann ging hierauf zu den drei Greisen, dankte ihnen für ihre Güte, und' sie wünschten ihm Glück zu seiner Rettung, nahmen Abschied von ihm und trennten sich.

! Jeder ging seines Weges; der Kaufmann kehrte in sein Land zurück, und seine Frau undKinder freuten sich sehr, als sie ihn wicderkommen sahen, und er lebte glücklich mit! ihnen, bis ihn der Tod erreichte.

'Diese Erzählung," sagte S chchcrsad,ist jedoch nicht schöner und wunderbarer,

^ als die des Fischers."Ich beschwöre dich bei Gott, meine Schwester!" sprachDinarsad,was ist dies für eine Erzählung?" Da sagte Jene:

! Man erzählte mir, daß cs einmal einen Fischer gegeben habe, dcr schon tief bejahrtwar. Er hatte eine Frau und drei Töchter, war arm und besaß nicht emmal seinetägliche Nahrung. Er war gewöhnt, sein Netz nur viermal im Tage auszuwerfcn.i Einst ging er bei Mondesschcin zum Dorf hinaus an das Ufer des Stroms; er legteseinen Korb ab, schürzte sein Hemd auf, watete bis zur Mitte des Körpers ins Wasser,

^ warf das Netz aus, und wartete bis es untcrsank; dann zog er eS an sich, und wolltees langsam Zusammenlegen, aber er fand cs durch etwas zurückgchalten, und zog daher

j mit größerer Gewalt daran. Da er cs dennoch nicht von der Stelle brachte, so ging er

z ans Land, befestigte das Ende des Seils, an dem das Netz war, entkleidete sich, tauchte! in der Nähe des Netzes unter, und arbeitete sich so lange ab, bis er cs endlich ans! Ufer gezogen; hier fand er einen todten Esel darin, dcr das Netz ganz zerrissen hatte.! Als der Fischer dies sah, war er sehr betrübt und niedergeschlagen, und sprach:Es^ gibt nur Schutz und Kraft beim erhabenen Gott, Mit dem Lebensunterhalte geht eswunderbar zu." Hierauf sagte er folgende Verse:

O du, der du untertauchcst in das Dunkle der Nacht und der Gefahr,bemühe dich nicht so sehr, denn der Lebensunterhalt kommt nicht durch dieAnstrengung; sichst du das Meer mit dem Fischer, der darin steht, nm seinen

Lebensunterhalt zu suchen, während die Sterne dcr Nacht sich verbergen?

Er taucht unter bis in die Mitte des Körpers und läßt sich von den Wellenschlagen; sein Auge hört nicht auf, das Netz zu beobachten. Und wennendlich die tödtliche Angel einem Fische die Kiemen spaltet, dann ist er mitseiner Nacht zufrieden. Den Fisch aber kauft ihm Einer ab, dcr die Nachtim schönsten Wohlbehagen, nicht in dcr Kälte zngebracht. Gelobt scp meinHerr, er gibt dem Einen und versagt dem Andern; der Eine sängt Fische

^ - und der Andere ißt sic."

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Weiter sagt der Erzähler-

Schehcrsad bemerkte hier den Morgen und schwieg. Am folgenden Tag fuhr sie fort: