Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
16
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Als der Kaufmann diese Verse gesprochen und sich satt geweint hatte, sagte der Geistabermals:Jezt muß ich dich umbringen." Da flehte der Kaufmann:Kann es nichtanders scpn?"So muß es geschehen," antwortete der Geist, und hob wieder dasSchwert auf, um ihn zu tödtcn.

Hier bemerkte Schehersad den Tagesanbruch und erzählte nicht weiter; das In-nere des Königs Sch eh erb an glühte aber vor Verlangen nach der Fortsetzung derErzählung.

Als die Morgenröthe herangebrochen, sagte Dinarsad ihrer Schwester Schehersad:Bei Gott, wie schön, wie angenehm und wie wunderbar ist deine Erzählung!" Daantwortete sie:Was ist dies Alles im Vergleich zu dem, was ich in der nächsten Nachterzählen werde, wenn mich mein Herr der König leben läßt, cS wird noch wunderbarerund überraschender sepn." Da sagte der Sultan:Bei Gott, ich werde dich nicht um-bringen lassen bis ich das Uebrige der Erzählung gehört; erst nach der nächsten Nachtsollst du sterben!" Wie cs nun ganz hell war und die Sonne zu leuchten anfing, standder König auf und beschäftigte sich mit seinen Regierungsangelegenheiten.

Der Vcsir, Vater Schehersad's, war sehr erstaunt, als der König bis Abendsdie Negierungsgeschäftc besorgte. Der König ging dann nach Hause, bestieg sein Lager,und Schehersad mußte sich zu ihm verfügen.

Nachdem dies geschehen, ruhcten Beide ein wenig, dann sagte Dinarsad ihrerSchwester Schehersad:Ich beschwöre dich bei Gott, meine Schwester, wenn dunicht schläfst, so thcile uns wieder etwas von deinen schönen Erzählungen mit, daß wirdie Zeit, in der wir doch nicht schlafen, angenehm zubringen."

Da sagte der Sultan:Doch zuerst den Beschluß der Erzählung des Kaufmannsmit dem Geiste, denn sic gefällt mir;" und Schehersad sprach:Es gereicht mirzum Vergnügen und zur Ehre, o glückseliger König!"