Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
15
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E r st k N a ch t. 15

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Hierauf ergriff er ihn, streckte ihn auf den Boden hin, und hob schon das Schwertauf, um ihn zu tödten; da weinte der Kaufmann und schrie nach seiner Familie, seinerFrau und seinen Kindern, er glaubte schon zu sterben nnd vergoß so viele Thränen, daßseine Kleider davon naß wurden, und sagte:Es gibt nur bei dem erhabenen GotteMacht und Schutz!" Hierauf sprach er folgende Verse:

»Die Zeit besteht aus zwei Tagen, der eine gewährt Sicherheit, derandere droht Gefahren; das Leben besteht aus zwei' Thcile», der eine istklar, der andere trübe; siehst du nicht, wenn Sturmwinde toben, wie sie»nr die Gipfel der Bäume erschüttern? Wie Manches grüne nnd dürreist ans der Erde und doch wird nur das, was Fruchte hat, mit Steinengeworfen. Im Himmel sind zahllose Sterne nnd nur Sonne nnd Mondverlieren zuweilen ihr Licht. Du hast eine gute Meinung von den Tagen,wenn sie schön sind, und berechnest nicht, was das Schicksal noch bringt.

Die Nächte haben dich in Ruhe gelassen, und du ließest dich durch sic täuschen;während die Nacht am klarsten schien, kam aber das Unglück herbei."