Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
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E i n g >, n 3

Bei Gott! mein Unglück ist geringer als dieses; dies ist mehr als mir geschehen!" Kummerand Gram fühlte er »nn plötzlich weichen und er konnte wieder essen und trinken.

Als hierauf sein Bruder von der Reise zurückkam und sic einander begrüßten, dasah der König Scheherban, daß sein Bruder Schahscman sein voriges Aussehenerlangt hatte und mit Appetit, während er früher nur wenig gegessen, und er sagtezu ihm:O mein Bruder, ich sah dich ganz gelb und nun sichst du wieder gut aus, sagemir doch, wie dieses zugeht?" Worauf ihm Jener antwortete:Ich will dir zuerst sagen,warum ich übel auösah und dann, wie ich wieder meine vorige Farbe bekam. Wisse, meinBruder, als du deinen Vesir schicktest, um mich zu dir zu holen, machte ich mich reisefertigund ging zur Stadt hinaus; da erinnerte ich mich, daß ich Etwas im Schlosse vergessen;ich kehrte allein zurück und fand einen schwarzen Sklaven bei meiner Frau; ich erschlug sieBeide und kam zu dir her und dachte immer an diesen Vorfall. Dies ist die Ursache, warumsich meine Farbe verändert und ich so schwach geworden. Was aber das wicdcrerlangtc guteAussehen betrifft, so erlasse mir, cs zu erwähnen!" Als sein Bruder dies hörte, sprach er:Ich beschwöre dich bei Gott, sage mir Alles." Da erzählte Jener ihm Alles, was er gesehen.Und als hierauf Scheherban seinem Bruder Schahscman sagte:Ich will mich mitmeinen eigenen Augen überzeugen;" entgcgnete ihm Dieser:Sprich, du wolltest aus dieJagd gehen, und verbirg dich bei mir, dann wirst du sogleich zur Ueberzeugung gelangen."

Der König ließ bekannt machen, er wolle eine Reise machen; es. zogen Truppenmit Zelten zur Stadt hinaus. Der König begab sich auch ins Lager und sagte seine»Pagen:Laßt Niemanden zu mir hereinkommen!" Er verstellte sich dann und ging heimlichin seines Bruders Schloß, sezte sich dort an's Fenster, das den Garten beherrschte, und nacheiner Weile kamen die Sklavinnen mit ihrer Gebieterin und den Sklaven in den Garten,und thaten wieder Alles so wie cs der Bruder erzählt hatte, so lange bis das Assergcbetausgerufcn wurde. Als Scheherban dies gesehen, verließ ihn die Besinnung, und ersprach zu seinem Bruder Schahscman:Komm, wir wollen unseres Weges gehen; wirwollen nichts mit der Regierung zu schaffen haben, bis daß wir Jemanden finden, dem cseben so geht wie uns; ist dieses nicht der Fall, so scy uns Tod besser als Leben."

Sic gingen hierauf zu einer verborgenen Thürc des Schlosses hinaus, und reiftenTag und Nacht, bis sie in eine angenehme Ebene kamen, wo neben dem Meere eine süßeWasscrqucllc sprudelte. Sie tranken von dieser Quelle und ruhten aus; nach einerWeile fing das Meer an zu toben, es stieg eine schwarze Säule zum Himmel empor,die ihre Richtung gegen die Ebene nahm. Als sie dies sahen, fürchteten sie sich sebrund stiegen auf einen Baum, erwartend, waö cs wohl geben möchte.