625
Zustand des heiligen Landes.
Balian von Jbelin dagegen und Philipp von Monts 'fort kamen bald nach der Abreise des Grafen von Soisssons auf eine unerwartete Weife auch in den Besitz derBurg von Tyrus. Der Marschall Richard nämlich undsein Bruder Heinrich, als sie mit ihren Gattinnen undden Schätzen, welche sie in Syrien und Cypern gesammelthatten 2), auf der Rückkehr nach Apulien begriffen waren,wurden am zehnten Tage ihrer Meerfahrt von einem hef-tigen Sturme überfallen und nach Tripolis in Afrika °)verschlagen. Als sie dort bemerkten, daß ihr Schiff sosehr war beschädigt worden, daß es unmöglich war, mitdemselben die Reise fortzusetzen: so überließen sie diesesFahrzeug den Saraccnen und miethctcn ein saracenischesSchiff, welches von Tripolis nach Alexandrien bestimmtwar, um nach einem apulischen oder sicilischen Hafen siezu führen. Auch auf dieser Fahrt überfiel sie ein Sturm,welcher sie zurück nach Tyrus brachte; und da von denVeränderungen, welche daselbst sich ereignet hatten, nichtszu ihrer Kunde gekommen war: so warfen sie in allerSicherheit in dem Hafen von Tyrus die Anker. Kaumwar solches geschehen, so wurden der Marschall Richardund dessen Bruder Heinrich mit ihren Gattinnen gefangengenommen und zu Balian geführt, welcher vor der Burgvon Tyrus einen Galgen errichten und dem StatthalterLothar sagen ließ, daß er die Burg sofort zu übergebenhätte, wenn er seine Brüder von dem schimpflichen Todeam Galgen retten wollte. Hierauf übergab Lothar die
rung des Hugo Plagon, welchen er<»I vielen Grellen seiner Secrcla lläe-Uum crucis benutzt bat, verleitet)sagt, daß Nadulvb von SoissonSschon mit Vcm Könige von Navarranach Frankreich zurückgckekrt sev.
VI. Van».
81 lis ciu^orlercnt graut »voir.Hugo Plagon x. 728.
9 ) 'briple eu Uarbario. Hugo Pla«gon a. a. O.
Rr
1- Ckr.
ragt.